Was ist an den Kampagnen der Massenmedien
gegen Scientology dran?

Wenn nur ein Bruchteil davon wahr wäre, dann gäbe es die Scientology Kirche nicht mehr. Das heißt nicht, dass die Scientology Kirche eine reine Weste hat: Bei weitem nicht. Auch hier gibt es - wie in jeder Organisation - schwarze Schafe, wahrscheinlich sogar in Schlüsselpositionen.

Aber der Krieg gegen Scientology ist - wie jeder frühere Religionskrieg - von Interessengruppen (hier zeige ich auf, welche das sind) geprägt und nicht vom "Suchen nach Wahrheit" oder vom "Verbraucherschutz" motiviert.

Die wirklich berechtigte Kritik and Fehlentwicklungen innerhalb der Scientology-Kirche wird weder innerhalb, noch ausserhalb zugelassen. Die Mitglieder können an den Kritiken der Medien nichts wahres erkennen und schotten sich daher zunehmend gegen jederlei Kritik ab, was auch fatal (aber nicht unbeabsichtigt) ist.

Aber zurück zum Thema: Scientology zu verwerfen, weil es Aussteiger aus der Kirche gibt, die vielleicht berechtigte Kritiken haben, ist so, als ob man das Werk und die Mission von Jesus Christus verwerfen, weil die Katholische Kirche im Mittelalter Abtrünnige verfolgt und gefoltert hat. Das eine hat mit dem anderen nicht viel zu tun:

Denn Scientology ist erst einmal ein Werk seines Autors L. Ron Hubbard: Eine angewandte Philosophie und eine Technologie, die dem einzelnen helfen kann, seine Lebensbedingungen zu verbessern. Man kann natürlich darüber streiten, ob die Technologie funktioniert, ob sie wirklich Zustände zum Besseren verändern kann. Aber dazu muß man sie erst einmal studieren und ausprobieren. Die meisten, die das ernsthaft getan haben, bestreiten weder die Wirksamkeit noch wollen sie das Gelernte jemals wieder missen. Nur sehr wenige Prozent der Aussteiger schimpfen wirklich über Technologie: Und das sind in erster Linie völlige Anfänger, die noch nicht viel verstanden haben und in zweiter Linie Leute, die von vornherein eingestiegen sind, um andere aus Scientology herauszuholen (oder aus ähnlichen Interessen beitraten).

Um die Funktionsfähigkeit der Scientology prüfen zu können, ist nicht einmal ein persönlicher Kontakt zu Scientologen (Definition von Scientologe: Jemand, der die Technologie von L. Ron Hubbard zur Verbesserung für sich selbst oder andere anwendet) erforderlich. Denn die gesamte Tech (wie der Eingeweihte die Technologie kurz nennt, englisch ausgesprochen: wie "teck"), ist auf Büchern und Tonbändern erhältlich (und größtenteils zum Leidwesen des Managements der Scientology Kirche auch im Internet als Raubkopie downloadbar).

Autodidakten, die sich auch in andere technische Fachgebiete eingearbeitet haben, können durchaus selbständig das eine oder andere Buch erwerben und sich dadurch mit dem Fachgebiet vertraut machen und es soweit in Anwendung bringen, dass er für sich herausfindet, ob es was taugt oder nicht. Denn Hubbard verlangte keinen Glauben: "Nur was Du selbst als wahr erkennst ist für Dich wahr!"

Hier ein Artikel Krieg der Knöpfe, den ich 1987 in Hamburg veröffentlichte. Auch wenn ich heute eine Menge Kritiken an der Scientology Kirche vortragen könnte, existiert der beschriebene Mechanismus der Knöpfe nach wie vor und ist bestimmend für die Reaktionen des allgemeinen Publikums.


Änderungsstand: 29. Mai 2001 - Copyright 2001 by Andreas Groß, Schweiz
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