Die Tugenden

Definitionen von Tugend:

"Tugend bedeutet generell Macht oder die Perfektion einer Sache, sei sie eine natürliche oder übernatürliche, sei sie belebt oder unbelebt, sei sie wesentlich oder nebensächlich.
Aber im eigentlichen, engeren Sinne bedeutet Tugend eine Eigenschaft, die den Eigentümer und seine Handlungen verbessert und perfektioniert." (zitiert nach Encyclopaedia Britannica, 1st issue of 1771)


"Tugend ist: Ethisch-moralisch sehr gute Eigenschaft" (nach dem Knaur Wörterbuch)

Die vier Kardinaltugenden (Kardinal- bedeutet hier: Haupt-), die schon von Cicero beschrieben wurden und von Platon behandelt wurden, heißen:

Latein
Englisch
Deutsch
prudentia prudence / wisdom
Klugheit /Weisheit
iustitia justice
Gerechtigkeit
fortitudo fortitude, courage
Tapferkeit/Mut/Ausdauer
moderantia/temperantia temperence
Mäßigung, das rechte Maß finden


Das Christentum nennt drei weitere Theologal-Tugenden Im Buddhismus gibt es diese Tugenden:
  • Glaube bzw. Vertrauen (engl. faith)

  • Nächstenliebe (engl. charity)

  • Hoffnung (engl. hope)

  • Wohlwollen,

  • Mitgefühl,

  • Mitfreude und

  • Gelassenheit.

Hier findet sich ein lesenswerter Aufsatz über die vier Kardinaltugenden der klassischen Philosopen.

Noch vor etwa 100 Jahren gehörten diese Tugenden zum Mittelpunkt jeder Ausbildung. Heute kennen 99 % der Menschen diesen Begriff gar nicht mehr: Sie könnten kaum die eine oder andere Tugend aufzählen, geschweigen denn, dass die Tugenden für sie eine Orientierung darstellten, etwas das sie zu entwickeln trachteten. Die alten Philosophen stritten noch darum, in welchem Umfang es möglich sei, diese Tugenden zu entwickeln. Man versuchte sie zu lehren, doch erlitten die philosophische Lehrer immer wieder Enttäuschungen bei dem Versuch.

Durch die Techniken der Scientology haben wir ein Mittel gewonnen, diese Tugenden systematisch in einer Person hervorzubringen, zu entwickeln. Interessanterweise auch, ohne dass überhaupt über diese Tugenden selbst gesprochen wird. Sie sind quasi ein Nebenprodukt bei dem Bemühen, die emotionalen Blockaden der Vergangenheit zu lösen:

Die Weisheit wächst mit dem ARC einer Person, indem die Person die Emotionsskala hoch geht. Glcichermaßen gewinnt sie auch die Temperantia, in der es u.a. darum geht, sich nicht mehr von den Emotionen Trauer, Angst, Haß u.ä. beherrschen zu lassen, sondern der Vernunft zum Durchbruch zu verhelfen. Damit einher geht auch die Tapferkeit, denn wer seine Angst und die Apathie hinter sich lassen kann, packt die Dinge an, die getan werden müssen. Hilfreich sind dafür auch die Trainingsübungen (insbesondere TR 0). Gerechtigkeit und Ehrlichkeit wachsen ebenfalls mit dem Bewußtsein, wie es durch Auditing entwickelt wird.

Dies beweist, dass der Mensch im Grunde gut ist. Denn wenn die Tugenden durch Beseitigung von Blockaden sich entwickeln können, ohne dass man sie lehren oder trainieren muß, dann beschreiben die Tugenden die Grundmerkmale des Menschen.

Andreas


Änderungsstand: 14. Juni 2003 - Copyright © 2001 by Andreas Groß, Schweiz
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