Radikale Kritik an Sektenallüren, oder

"10 Methoden wie Menschen unten gehalten werden können"

Wenn man sich mit geistigem Wachstum und Spiritualität befaßt, muß man sich unweigerlich früher oder später mit der Sektenproblematik befassen. Ich beginne daher mit den Wörterbuch- Definitionen und gewinne dann einen historischen Überblick: Denn die Geschichtsschreibung soll die Probleme der Gegenwart und Zukunft mit dem Licht der Vergangenheit zu beleuchten.

Definition: Sekte

Das "Duden Universal Wörterbuch" definiert Sekte: "kleinere Glaubensgemeinschaft, die sich von einer größeren Religionsgemeinschaft, einer Kirche abgespalten hat. Das Wort Sekte kommt aus dem mittelhochdeutschen secte, was vom spätlateinischen secta kommt und bedeutet: philosophische Lehre."

Das Bertelsmann Universallexikon, Electronic Publishing, 1994 definiert Sekte wie folgt: "Eine Gemeinschaft, die sich im Raum einer Konfession um eine Sonderlehre gesammelt u. mit der Verwerfung der gemeinsamen Glaubensgrundlage auch die äußere Trennung vorgenommen hat. Übertragen u. abwertend werden auch kleine Abspaltungen von politischen u. a. Gruppierungen als Sekten bezeichnet."

Im Schoße der alten Epoche wächst die neue heran

Die meisten der neuen religiösen Bewegungen dieses Jahrhunderts passen offensichtlich gar nicht zu dem definierten Begriff Sekte, da sie meist keine Abspaltung von einer größeren Religionsgemeinschaft, sondern völlig neu entstanden sind. Denn mit dem Ende des 2. Jahrtausends geht ein Paradigmenwechsel (Paradigma = Muster, hier: ein Muster nach dem eine Zivilisation aufgebaut ist, Paradigmenwechsel: Wechsel von einer Epoche zur nächsten) einher: Die Philosophie des Materialismus kommt sichtbar an seine Grenzen und ist nicht mehr in der Lage die selbstgeschaffenen Probleme (Krieg, Wahnsinn, Ausbeutung, Verbrechen, Zusammenbruch der Wirtschaft) zu lösen. Gleichzeitig wächst in seinem sterbenden Schoße eine neue Philosophie heran: Ein neues Zeitalter (New Age, Wassermann-Zeitalter) mit neuen, spirituellen Philosophien, die die veralteten Abgrenzungen und Streitereien (Kriegsursachen) hinter sich läßt, da sie alle Lebenstriebe als gleichberechtigt berücksichtigt:

Das Recht des Einzelnen und von Minderheiten, die Interessen von Partnerschaften, Ehen, Familien, das Recht jeden Geschlechtes, Rechte von Gruppen, Nationen (auch kleinen, schwachen), das Recht jeder Rasse, Hautfarbe, das Recht der Menschheit auf Frieden untereinander, daß Recht der Arten auf Vielfalt und Erhalt (Ökologie), das Recht auf eine saubere Umwelt (Luft, Wasser, Boden, Stichworte: Weltraummüll, Elektrosmog), das Recht auf geistige Freiheit, Freiheit von Forschung und Lehre und last not least: Das Recht auf Gott und auf Religionsfreiheit: Es soll doch jeder unbehelligt glauben können, was und an wen er will.

Aber wie schon die Bertelsmann-Definition andeutet, wird der Begriff Sekte auch abwertend verwendet und ich werde später aufzeigen, wieso.

Auch wenn Wissen jedem frei zur Verfügung stehen sollte, ist es dennoch so, daß es bisher die Kirchen und spirituellen Organisationen waren, die spirituelles Wissen bewahren, lehren und verbreiten. Insofern kommt ein spiritueller Sucher früher oder später mit der einen oder anderen neuen religiösen Bewegung - wie es die einen nennen - oder mit einer Sekte - wie es die anderen nennen - in Kontakt. Wie darauf reagieren und damit umgehen, so daß man schadlos maximalen Nutzen erzielt, davon handelt dieser Artikel.

Trennung von Staat und Kirche

Es hat von jeher einen grundlegenden Konflikt zwischen Staat und Kirche gegeben. Denn der Staat fordert autoritativen Gehorsam für den Herrscher, die Kirchen lehren dagegen, daß man allein einer höheren spirituellen Instanz dienen soll. Wenn der einzelne Mensch direkt mit dieser Instanz in Kontakt ist (im Gegensatz zu dem staatstreuen Konzept, daß allein der Priester zwischen Gott und dem Menschen vermittelt), dann ist dieser Mensch in diesem Maße nicht mehr beherrsch- und unterdrückbar. Daher versuchten unterdrückerische und materialistische Regime immer, die ursprünglichen Religion zurückzudrängen und/oder zu verfälschen.

Der einzelne Staat und die Gesellschaft nehmen ganz unterschiedliche Einstellungen zu Kirchen und Organisationen ein:

1. Der weltliche Herrscher selbst erhebt sich zu Gott und verlangt Anbetung und totalem Gehorsam;

2. es wird versucht, die Kirche zu korrumpieren und zur staatstragenden Kraft zu erheben;

3. die Kirche wird wegen ihrer Macht geduldet und scheinbar gebilligt, heimlich wird alles getan, sie zu zerstören;

4. die Kirche wird offensichtlich lächerlich gemacht und kleingehalten;

5. die Kirche wird mit allen legalen und geheimpolizeilichen Mitteln der Krieg erklärt und ihr Verbot betrieben;

6. die Kirche ist verboten und wird unterdrückt wo es nur geht;

7. bekennende Mitglieder werden verfolgt, bestraft und eingesperrt und letztlich getötet.

Meist findet sich irgendeine Mischform aus den obengenannten sieben Möglichkeiten oder der Staat wechselt von einer Form zur anderen. Welche gewählt wird hängt immer von der Stärke einer Kirche ab und von dem Ausmaß an Menschenrechten, die in einem Staat vom Volke errungen wurden. Hierbei bedenke: In der Bundesrepublik Deutschland wurden die Menschenrechte (das Grundgesetz) nicht vom Volk errungen, sondern von den Alliierten quasi aufgezwungen: Wir hatten "keine andere Wahl". Daher haben die Deutschen wohl immer noch und immer wieder Probleme mit den Grundrechten.

Kleine Geschichte des Christentums

Ein in unserem Kulturkreis gut bekanntes Beispiel für eine Sekte (Abspaltung von einer größeren Glaubensgemeinschaft) und für die ebengenannte Skala der 7 Umgangsformen des Staates mit Religion ist Jesus Christus und das von ihm gegründete Christentum: Jesus und seine Jünger gehörten ursprünglich dem jüdischen Glauben an und er predigte gegen die Verfälschung dieses Glaubens durch die Priester und Pharisäer. Er stemmte sich offen gegen den Mißbrauch der Synagogen durch Schacherer und Wucherer und warf sie heraus aus sein Vaters Haus. Die damaligen jüdischen Kirchenführer waren korrupt und paktierten mit der damaligen Regierung, die darüberhinaus nicht einmal eine souveräne Regierung von Juden war: Denn die Juden waren zu dieser Zeit vom römischen Reich überwältigt worden und Pilatus war der römische Statthalter dieser Fremdherrschaft über die Juden. Die Paktiererei der Pharisäer und deren Duldung durch die heidnischen Römer entspricht der 2. und 3. der sieben Umgangsformen. Christus wurde gefangen und für "seine Verbrechen" verurteilt und - wie schon Johannes der Täufer vor ihm - hingerichtet. Dies entspricht den Punkten 6 und 7. Römische Kaiser verlangten vom Volk, daß sie gemäß 1. als Gott anerkannt und angebetet wurden. Derweil wurden die Christen jahrhundertelang diffamiert, verfolgt und hingerichtet (4. bis 7.).

Doch das Christentum verbreitete sich trotz allem und gewann zunehmend Unterstützung im Volke. So entschied schließlich Kaiser Constantin im 4. Jahrhundert, das Christentum nicht nur zu dulden, sondern gleich zur Staatskirche zu erheben. In diesem Zuge mußte natürlich die christliche Lehre von allem bereinigt werden, was einem weltlichen Herrscher im Wege stehen könnte: Kaiser Constantin rief ein bischhöfliches Konzil ein (an dem der römische Papst u.a. nicht teilnahm) und traf mit den gekommenen Bischhöfen wegweisende Beschlüsse. Unter anderem wurde der Glaube um die Reinkarnation und die Wiedergeburt aus dem christlichen Denken verbannt. Die hierarchischen Strukturen der katholischen Kirche wurden geschaffen und gestärkt, so daß diese Kirche dem Staate besser nutzen konnte. So avancierte das Christentum zu einer korrupten Macht, die die zweifelhafte Duldung gemäß der 2. Umgangsform genoß.

Das christliche Gedankengut und die Bibel des alten und neuen Testamentes passte jedoch wenig zu diesen Absichten. So wurden Maßnahmen ergriffen: Die Bibel durfte nicht in die jeweilige Landessprache übersetzt werden und blieb nur in Hebräisch, Griechisch und Latein den wenigen Gelehrten verfügbar. Die katholische Kirche verfolgte im Mittelalter sogar Mitchristen, weil sie Bibelübersetzungen in der Landessprache besaßen und lies sie töten! Jegliche Christen, die nicht mit der unterdrückerischen und verfälschenden Sichtweise der Staatstreuen übereinstimmten, wurden aus der Kirche ausgeschlossen (exkommuniziert), d.h. zu Sekten gemacht und der Verfolgung (wegen Ketzerei und Häresie) und Ermordung preisgegeben: Man wurde als Mitglied einer Sekte gevierteilt, ertränkt, gerädert, gefoltert, auf dem Scheiterhaufen verbrannt, eingekerkert und gesteinigt. Diese brutalen Bestrafungen werden noch Heute mit Sekte assoziiert. Noch in der Nazizeit wurden Sektenangehörige verfolgt, denunziert, verhaftet und eingesperrt, gefoltert und letztlich in den Hitler-KZs vergast. So passierte es den Bibelforschern u.a. aufrechten Christen, wie z.B. Pastor Niemöller. Dies gehört wieder in die Umgangsformen 6 und 7.

Sekten heute

Tatsächlich hat es, verglichen damit, ein Interessent oder Mitglied einer Sekte der Gegenwart leicht: Er genießt den Schutz des Grundgesetzes, nach dem niemand wegen seines Glaubens oder seiner Weltanschauung benachteiligt wird. Wenn er keine silbernen Löffel stiehlt, wird er nicht gerichtlich belangt und ist schlimmstenfalls einer Rufmordkampagne der staatstragenden Medien ausgesetzt. Die einzige Folter, die er erleidet, könnte in der Restimulation von früheren, mittelalterlichen Foltern durch diese Rufmordkampagnen bestehen. Tatsächlich sitzen uns allen mehr oder weniger diese mittelalterlichen Verfolgungen, Folterungen und Ermordungen "in den Knochen" und die Schreckhafteren unter uns lassen sich wohl leider immer noch mit ähnlichen Drohungen einschüchtern. Das Ziel der Herrschenden besteht nach wie vor darin, uns davon abzuhalten, daß wir von "dem Baum der Erkenntnis kosten", der dem Establishment so gefährlich ist.

Dies ist auch der ganze Grund, warum der so emotional geladene aber definitionsgemäß nicht treffende Begriff "Sekte" zur Abwertung neuer religiöser Bewegungen verwendet wird. Es soll der Schmerz des Mittelalters als Strafersatz im 20. Jahrhundert verwendet werden. Doch am Vorabend des 21. Jahrhunderts greift diese Peitsche immer weniger: Die Menschen akzeptieren keine Denkverbote mehr, der religionsfeindliche Kommunismus (dialektische Materialismus) wurde überwunden, die neuen religiösen Bewegungen haben den größten Mitgliederzuwachs, die staatstragenden Religionen (Umgangsformen 2 und 3) beklagen Mitgliederverluste.

Der weltliche Herrscher

als Gott verehrt

Gibt es denn in der heutigen Zeit noch die Umgangsform 1? Scheinbar nicht, denn heute verlangt kein menschlicher Herrscher, als Gott angebetet zu werden. Tatsächlich verstecken sich die Mächtigen dieser Welt, die den Planeten unter sich aufgeteilt haben und gerne beherrschen wollen hinter Aktiengesellschaften und anderen juristischen Personen. Sie haben aus den Revolutionen der Geschichte gelernt: Sie wollen sich dem Haß der Ausgebeuteten entziehen, indem sie ihren Reichtum und ihre Macht vertuschen: Bill Gates, der reichste Mann der Welt? Mitnichten: Der siebzehnfache Milliardär ist nur der erste unter den Neureichen, die sich noch die Blöße geben. Tatsächlich gibt es ein Dutzend, die hundertmal reicher und mächtiger sind: Darunter Rockefeller, Rothschilds, die englische Königsfamilie, Prinz Bernhard von den Niederlanden. Understatement ist die Überlebensstrategie der heutigen Herrscher und Bankbesitzer.

Doch bei genauerem Hinsehen: Wie schon in der Bibel angegeben, gibt es auch heute noch einen falschen Gott, der verehrt und angebetet wird: der Mammon. "Geld regiert die Welt". Und das sind auf diesem Planeten die wirklichen Herrscher hinter den gewählten Volksvertretern: Die Bankiers mit ihren großen Bankgebäuden, die den daneben winzig erscheinenden Kirchtürmen des Mittelalters spotten.

Während Christen noch beteten "Gott, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden" ist es heute im Materialismus selbstverständlich geworden, daß die kapitalistische Gewinnmaximierung tonangebend ist: Die Erklärung, man verdiene mit einer Betätigung viel Geld, rechtfertigt noch jede Sünde: "Wenn ich den Job nicht mache, findet sich eh ein anderer. Verhindern kann ich also durch meine Enthaltsamkeit dies eh nicht." Das paßt auf jede Waffenproduktion und jeden Waffenhandel, auf den Handel mit Drogen oder Psychopharmaka, auf menschengefährdende Atomtechnologie und auf die Lügen der Medien, auf betrügerische Spekulationsgeschäfte, auf ausbeuterische Bankkredite und auf Massenentlassungen und auf die Auslagerungen von Arbeitsplätze in Leichtlohnländer. Wenn Gott die höchste Instanz ist, wird hier das Geld zur höchsten Instanz, zum Gott erhoben und "angebetet".

Religionsfreiheit im 21. Jahrhundert

Es ist absehbar, daß jetzt auch in den allerletzten Ecken der zivilisierten Welt (leider zuallererst wieder einmal Deutschland trotz der überwunden geglaubten Nazivergangenheit) die Religionsfreiheit auch für die Minderheitsreligionen realisiert wird.

Die letzten anachronistischen Versuche, die Menschen durch Massenhaß und staatlicher sowie gesellschaftlicher Verfolgung von ihrem religiösen und spirituellen Suchen abzuhalten, wird zunehmend von Menschenrechtsorganisationen getadelt: Sowohl die UNO wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE, früher KSZE) befaßten sich mit der in Deutschland betriebenen Minderheitenhatz. In den USA gibt es eindeutige Mehrheitsbeschlüsse des Kongreßes, daß die Amerikanische Regierung die Deutsche zur Einhaltung der Menschenrechte aufzufordern habe. Seither sind die einpeitschenden Reden von deutschen Regierungsmitgliedern verstummt.

Die Motive der Sektenbeauftragten

Ist also an der vorgebrachten Kritik an den Sekten nichts dran? Im einen oder anderen Falle mag es berechtigte Kritik an unterdrückerischen Verhaltensweisen in der einen oder anderen Gruppierung geben. Ich habe nur den historischen Rahmen vorweg geschickt, damit die Motive einiger Sektenbeauftragten hinter der Kritik erkannt werden. Die Sektenbeauftragten sind von der Regierung oder einer der staatstragenden Kirchen beauftragt und bezahlt. Sie benutzen neben Lügen und Angsttreiberei auch berechtigte Kritiken, um die neuen religiösen Bewegungen klein zu halten, denn sonst würde ihr Engagement zu offensichtlich und damit unwirksam sein.

Aber daher sind sie gar nicht daran interessiert, daß die Kritik aufgegriffen wird und etwaige Fehler korrigiert werden. Denn dann ließe sich das Feindbild nicht mehr aufrechterhalten.

Mir ist bei näherer Inspektion aufgefallen, daß die angeblichen "Sekteneigenschaften" keine originären Erfindungen der neuen religiösen Gruppierungen sind, sondern ganz im Gegenteil: Es sind ganz materialistische Herrschaftsstrukturen der untergehenden Epoche, die integraler Bestandteil der materiellen Welt sind und auf diesem Wege vielleicht auch bei der neuen Bewegung Einzug gehalten haben: Denn die Mitglieder der neuen religiösen Bewegungen wurden meist länger in der materialistischen, geldorientierten Welt aufgezogen und ausgebildet, als in ihrer neuen Bewegung. Und der einzelne Mensch ist nun einmal auch der Baustein, aus dem auch eine neue Bewegung, eine neue Zivilisation errichtet wird. Der Wandel beginnt bei jedem einzelnen.

Die alte Sichtweise der schwarz-weiß-Malerei greift schon lange nicht mehr. Selbst Computer sind über das alte 0-und-1-Schema hinausgewachsen und kennen nicht nur alle Graustufen, sondern Paletten von Millionen von Farben. Um die Realität zu bestimmen, müssen zwischen den beiden Absoluta von Gut und Böse unendlich viele Zwischenstufen (Graustufen) erkannt werden. Die hauptsächliche Frage ist demnach nicht eine Statische ("Gibt es in einer Person oder einer Gruppe noch etwas Schlechtes zu finden"), sondern die Frage ist: Verändert sie sich zum Guten oder verschlechtert sie sich. Die Dynamik, die Entwicklungsrichtung ist entscheidend zur Beurteilung.

Die Hoffnungsträger unserer untergehenden Kultur sind diejenigen Menschen, die wenigstens versuchen, etwas gegen den Untergang zu tun. All die No-Future-Typen, die perspektivlos die Karren weiter in den Dreck zerren, haben kein Recht, auf den Splitter in den Augen neuer religiöser Bewegungen zu verweisen. Ihr Balken in den Augen versperrt ihnen dazu zu sehr die Sicht und damit auch das Recht.

Die neuen Religionen erfreuen sich eines immensen Zulaufes. Damit nehmen sie permanent Elemente des Alten, des Untergangs in sich auf. Insofern hat die Expansion auch immer eine Schattenseite. Auf diesen Schatten, die oft von außen hereingetragen werden, wollen die Kritiker herumreiten. Jedoch sind die meist materialistischen Kritiker gar nicht daran interessiert, unterdrückerische Aspekte einiger Sekten näher zu beleuchten, denn dann müßten sich die Auftraggeber der Kritiker an die eigene Nase fassen.

Zu den materialistischen Kritikern zähle ich auch die Priester, die sich als Sektenbeauftragte ihrer staatstragenden Kirche ausgeben, denn seit dem "Langen Marsch durch die Institutionen" finden sich auch Sozialisten im Priestergewand wieder. Diese roten Schwarzen lieben zwar den hochbezahlten und sicheren Arbeitsplatz mit viel Gelegenheit vor großem Publikum zu agieren, jedoch scheuen sie jegliche Religiosität, wie der Teufel das Weihwasser. Statt einer Gemeinde den Dienst zu erweisen liegt, es daher in ihrer wahren Absicht, (andere) Religionen zu bekämpfen. Wenn man sich die Kritikpunkte dieser "priesterlichen" Apologeten (ein Apologet ist ein 150%iger Verfechter einer Idee) an den Sekten unvoreingenommen anschaut, wird man feststellen, daß die gleiche Kritik oft auch auf die eigene Kirche anwendbar ist. Die Amtskirchen täten gut daran, sich von diesen "Mitspielern und Eigentor-Künstlern" zu trennen.

Die Kritiken an den Sekten

Anhand einschlägiger Kritikerliteratur (kirchlicher, staatlicher und privater Stellen) habe ich ausführlich untersucht, was den Sekten genau vorgeworfen wird, bzw. wovor die Sektengegner warnen und habe die Vorwürfe wie folgt kondensiert:

1. Finanzielle Ausplünderung

2. Gedankenmanipulation, Hypnose, Brainwashing

3. Millieukontrolle, Isolierung aus vertrauter Umwelt

4. Informationskontrolle

5. Sprachmanipulation, Kommunikationsverluste

6. Entzug von Schlaf

7. Ausbeutung von Arbeitskräften, Entzug von Privatleben

8. Degradierung des Individuums

9. Gefühlsmanipulation: Angst und Schuld

10. Bekämpfen der Kritiker

Falls einige dieser zehn Kritikpunkte tatsächlich in Ihrer Sekte zu finden sein sollte, sollten Sie sich besser darum kümmert, sich vor diesen Unterdrückungsmechanismen zu schützen.

Ich möchte im Folgenden auf jeden dieser Punkte eingehen und dem Leser konkrete Hilfestellung geben, seine Selbstbestimmung gegenüber jeglichen Manipulationsversuchen zu bewahren.

Auch Menschen ohne Kontakt zu religiösen Organisationen können von dieser Ausarbeitung profitieren, denn - wie gesagt - diese unterdrückerischen Handlungen sind keine Erfindungen der Religionen oder gar Merkmale des neuen Zeitalters, sondern werden von den Materialisten - von den Apologeten der unter-gehenden Epoche - verwendet und forciert:

1. Finanzielle Ausplünderung

Es ist nichts verkehrt daran, daß eine Gruppe sich versucht zu finanzieren. Im Gegenteil: ohne eine solide Finanzierung würde keine Bewegung heute überleben können. Tatsächlich laufen die wesentlichen Angriffe der Gegner auf das finanzielle Auslaugen hinaus. Wenn eine Organisation finanziell Bankrott ist, ist sie tot. Was für ein Individuum die Lebenskraft ist, ist für eine Gruppe das Geld. Mit der Ausgabe der letzten Mark haucht eine Gruppe sein Leben aus.

Das darf aber nicht rechtfertigen, daß die Gruppe auf Kosten des Bankrottes ihrer Mitglieder überlebt. Genauso wie die Gruppe zum Überleben finanziell solvent sein muß, muß auch das Individuum seine Finanzen geregelt haben, sonst steckt es in der Falle. Gerade bei geistigen, religiösen Gruppen ist es unverzeihlich, die Mitglieder in die Schuldenfalle zu schicken: Denn diese Kreditfallen fixieren die Person auf Materielles, während die spirituelle Aufgabe der Gruppe darin bestehen sollte, das Mitglied von jeglicher materiellen Fixierung zu befreien und auf seine geistige Existenz zu orientieren. Ein finanziell ruinierter Mensch kann sich angesichts seiner allgegenwärtigen Probleme kaum mehr wirkungsvoll geistigen Zielen widmen: Die Schulden holen ihn immer wieder ein.

Darum empfehle ich folgende zwei Prinzipien, die sich jeder Mensch zu eigen machen sollte, um seine Freiheit zu bewahren:

Erstens: Nehme niemals Kredite auf, kaufe nichts auf Pump. Bestelle nichts, bevor Du das Geld dafür erwirtschaftet hast.

Zweitens: Größere Geldausgaben solltest Du niemals in Gegenwart eines Verkäufers, Spendensammlers o.ä. Person entscheiden, die Dich für diese Ausgabe gewinnen wollen.

Diese beiden "Tue Niemals" kann man vielleicht auch besser positiv formulieren:

Alle Geldausgaben über den Taschengeld-Paragraphen hinaus, entscheidest Du nur selbst zu einer festgelegten Zeit und an einem anderen Ort und niemals spontan: Mache Deine eigene Finanzplanung in professioneller Art und Weise, wie es auch Firmen tun sollten: Siehe Kasten (auf dieser Seite).

Wenn man diese Finanzplanungs-Richtlinien streng einhält, wird man sich nicht verschulden bzw. aus Verschuldung herausarbeiten und wird nicht der Gefahr unterliegen, finanziell ausgenutzt zu werden.

Warum sagt einem das keiner? Warum lernt man das nicht in der Schule? Weil die Organisationen und Firmen "des Establishments" davon profitieren wollen, daß Menschen "ihr Bestes" und ihr Letztes hergeben und sich verschulden. Verschuldete Menschen sind auch leichter zu regieren. Verschuldete Menschen haben ein schlechtes Gewissen und sind daher leichter zu manipulieren (dazu später mehr).

Es wird überall für den leichten Kredit geworben: Instant-Satisfaction ist die Devise: Befriedige Deine Bedürfnisse sofort, zahle später. Existenzgründern werden Kredite mit staatlicher Unterstützung aufgedrängt. Der Staat übernimmt Bürgschaften und zahlt Teile der Zinsen und lockt damit viele neue Selbständige in die Sackgasse: 90 % der Existenzgründungen scheitern in den ersten zwei Jahren. Existenzgründungs-Hilfe nennt sich diese Falle: Statt der ersehnten Selbständigkeit gelangt das Individuum in eine neue, perfidere Abhängigkeit als zuvor: Dem Arbeitgeber konnte man noch kündigen, dem Bankkredit leider nicht mehr.

Bleib ein freier Mensch, verschulde Dich nicht und entscheide souverän über Deine eigenen Geldausgaben.

Wenn Du Ziele verfolgst, die größere Geldmittel bedürfen, als Du gegenwärtig Dein Eigen nennen kannst, entwickle einen Plan, wie Du das Geld erst verdienen kannst, bevor Du es ausgibst. Investiere das verfügbare Geld aus Schritt 7 für diesen Plan, um alle Deine Ziele zu erreichen. Es ist immer leichter das Geld ohne Druck erst zu verdienen und dann auszugeben als umgekehrt.

Wenn Du Dich in einer spirituellen Gruppe organisierst, achte darauf, daß die Gruppe nach diesen Prinzipien handelt, um ihre Freiheit zu bewahren und daß die Gruppe den Individuen diese Prinzipien gewährt, um deren Freiheiten zu garantieren.

 

2. Gedankenmanipulation, Hypnose, Brainwashing

Das edle Ziel spirituellen Wachstums besteht darin, Selbstbestimmung zu erlangen. Wahrheit hat nur einen Wert, wenn Du sie selbst als wahr erkennst.

Dies kann nicht im Sinne von materialistischen Herrschern, dem Establishment oder staatstragenden Kirchen sein. Diese versuchen Wahrheit umzudefinieren: Wahr ist nach ihrer Sicht allein, was die von ihnen bestimmten Autoritäten als Lehrmeinung definieren. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen, zu versuchen, unterdrückte Wahrheiten von der Schulwissenschaft anerkannt zu bekommen: Denn die Leiter der Universitäten werden noch immer von den Regierungen bestimmt. Auf diese personalpolitische Weise wird von Oben entschieden, was "Wahrheit" ist.

Um diese politisch genehmen Wahrheiten ins Volk zu bringen, wurden Methoden der Gedankenmanipulation entwickelt: Die offensichtlichste ist die Androhung und Anwendung von Gewalt, wie es im Mittelalter betrieben wurde (siehe oben zum Umgang mit Ketzern und Häretikern: den abweichenden Sekten).

Galilei "sah ein", daß die Erde der Mittelpunkt des Universums sein mußte, nachdem man ihm andernfalls massive Konsequenzen androhte. Strafandrohung und Schmerz wurde auch in den kommunistischen Umerziehungslagern in Rußland und in China an Kriegsgefangenen und Regimegegnern angewandt. So entstand der Begriff Brainwashing: Denn einige ursprünglich antikommunistisch gesonnene Gefangene schwörten ab und "bekannten" sich angesichts zermürbender Folter zum Kommunismus; die meisten widerriefen, sobald sie in Freiheit waren.

Ähnliche Verfahren werden auch im Westen angewandt: In psychiatrischen Kliniken werden Menschen gegen ihren Willen festgehalten und mit Elektroschocks, Gehirnverstümmelungen und chemischen Zwangsjacken gefoltert. Ziel: Einsicht darin, daß sie geisteskrank seien. Denn sie fallen aus der vom Establishment definierten Norm. Die Psychiatrie nennt diese "Behandlung" fröhlich Konditionierung. Das damit erreichbare Ergebnis ist das gleiche wie das des russischen Psychiater Pawlow: Man kann Menschen auf Befehl sabbern lassen. Wer vorher nicht geisteskrank war, wird es mit Sicherheit in der Anstalt. Regimekritiker oder mißliebige Erben können so ganz legal beiseite geschafft werden. Zwar müssen Zwangseingewiesene in den ersten 24 Stunden einem Richter vorgeführt werden, aber bis dahin erhalten sie eine entsprechende Behandlung (u.a. das Psychopharmaka Haldol), so daß jeder sie voller Ekel als geisteskrank erkennt und der Richter sie auch gerne den Psychiatern überläßt.

Hypnose scheint ein wesentlich harmloseres, wenn auch wirksames Mittel der Gedankenmanipulation zu sein. Ich habe versucht aus der psychologischen Fachliteratur zu entnehmen, warum sie funktioniert: Die Psychologen erklären: sie wissen es nicht, es sei einfach nur ein Phänomen. Man versetzt eine Person in einen Ruhezustand, notfalls auch gegen seinen Willen mit entsprechenden Drogen und bringt ihn dazu, alle Befehle entgegenzunehmen, indem jegliche Antwort verhindert wird. Dann kann man den Menschen zum Affen machen: Sehr lustig in öffentlichen Hypnose-Shows.

Tatsächlich üben sich Regierungen darin, Massenhypnose einzusetzen, um das Volk zu regieren. Sehr lustig für diejenigen, die die Inhalte dafür bestimmen. Es wurden Milliarden-Etats dafür an die Psychiatrie ausgezahlt. Ergebnis: Man muß für die Wirksamkeit der Massenhypnose das Volk regelmäßig unter Drogen halten: Das abendliche Bier oder der Joint, Schmerzmittel oder Psychopharmaka leisten einen guten Dienst dafür. Der Trick: Der Bürger zahlt selbst dafür und die Regierung muß keine Gewalt dabei anwenden. Die hypnotischen Befehle können dann über die Massenmedien eingeflößt werden. Schon Hitler wußte dabei: In der Wiederholung der Message liegt die Wirkung. - Die massenhypnotische Methode Hitlers blieb zwar nicht verborgen, aber eine Beseitigung dieser Mechanismen wurde nie angestrebt. Sie wurde wiederum erfolgreich vom DDR-Regime verwendet und seit der Wende nicht aufgedeckt: Denn die Westregierungen verwenden prinzipiell die gleichen Mittel.

Im Rahmen der Reinkarnationsarbeit habe ich die Ursachen der Wirkung der Hypnose herausfinden können: Hypnose funktioniert, da an frühere schmerzhafte und lebensbedrohende Unterdrückungen und Gedankenkontrolle (Mittelalterliche Folter, kommunistisches Brainwashing) angeknüpft wird. Es gibt bei einem gewissen Prozentsatz der Bevölkerung den Faktor Restimulation (= erneutes Reizen) dieser früheren Schmerzen, der den Hypnosepatienten lieber gehorchen läßt.

Wenn man durch hypnosefreie und drogenfreie Rückführungssitzungen diese Unterdrückungen in früheren Leben bewußt macht und von den Schmerzen befreit, ist der Patient nicht mehr hypnotisierbar!

Daher ist auch die Verwendung von Hypnose zu wirklich guten therapeutischen Zwecken ("Dein Körper heilt sich selbst und Du bist schön und glücklich und Selbstbewußt") sehr umstritten: Denn mit jeder Hypnosesitzung wird - wissentlich oder nicht - ein früheres Brainwashing aus früheren Leben restimuliert und die damals erhaltenen Schmerzen werden zu gegenwärtigen psychosomatischen Krankheiten. Menschen ohne solche Vergangenheit sind von vornherein nicht hypnotisierbar.

Menschen, die sich von religiösen Gruppierungen getrennt haben und erkennen, daß sie dort nicht ihre Selbstbestimmung gefunden haben, beklagen sich manchmal, quasi einer Hypnose unterzogen worden zu sein. Tatsächlich wird gemäß meiner Fallstudien in den seltensten Fällen in den neuen religiösen Bewegungen wirklich bewußt Hypnose eingesetzt (mir ist bislang kein wirklicher Fall bekanntgeworden). Das wäre auch in den meisten Staaten illegal und entsprechend würde der Staat auch in bekanntgewordenen Fällen mit strafrechtlichen Mitteln eingreifen.

Häufiger gibt es jedoch das folgende Problem: Aufgrund der psychiatrischen Massenhypnose-Experimente sind ein gewisser Teil der Bevölkerung in Dauerhypnose. Wenn diese Leute sich dann an einer ungeliebten Sekte beteiligen und dann von ihren Angehörigen "herausgebrochen" werden, dann schwören sie auch oft recht werbewirksam von der Sekte ab. Zu untersuchen, ob sie nicht nach wie vor der Hypnose unterliegen und deswegen bereit sind, abzuschwören, liegt offensichtlich nicht im Interesse der Kritiker.

Eine neue religiöse Bewegung sollte daran gemessen werden, inwiefern sie Methoden verwendet, bestehende Hypnose zu durchbrechen oder gar - wie z.B. durch Reinkarnationsarbeit - die Basis für Hypnose aufzulösen: Denn dadurch werden selbstbestimmte und freie Menschen geschaffen, die sich nicht mehr manipulieren lassen.

3. Millieukontrolle, Isolierung aus vertrauter Umwelt

Wer dich kontrollieren will, möchte Dich von Deiner vertrauten Umgebung isolieren, um ein Meinungsbildungs-Monopol aufzubauen und um Dich von Deinen Freunden und jeglicher Unterstützung zu berauben. Jegliche "Einmischung von Außen" stört ihn.

Andererseits ist es auch Dein Recht, Dich von unterdrückerischen Einflüssen zu trennen, die Dich nicht so sein lassen wollen, wie Du gerne sein willst und dich womöglich für Deine spirituellen Ansichten angreifen und abwerten. Bevor man dieses Recht jedoch so ausübt, daß man leichtfertig alle Verbindungen zur gewohnten Umwelt abreißt, sollte man doch herausfinden, ob es nicht Wege gibt, sich dort zu behaupten.

Die Kunst liegt hier - wie so oft - in der goldenen Mitte: Möglichst viele alte Beziehungen erhalten, ohne sich von den unterdrückerischen Einflüssen runterziehen zu lassen. Jedes aufgestellte Prinzip, das die eine oder andere Verhaltensweise zum "Muß" erhebt, wirkt selbst unterdrückerisch:

Erstens: Laß Dir von Deinen neuen Freunden nicht einreden, daß Du Dich von allen Menschen fernhalten sollst, die nicht der neugewonnenen Erkenntnis oder die nicht Deiner neuen Gruppe angehören. Das wäre Manipulation durch Isolation. Wer das nötig hat, um seine Schäfchen zusammen zu halten, hat wohl wenig inhaltliche Substanz zu bieten.

Zweitens: Nimm nicht den Anspruch auf Dich, jeden missionieren zu müssen. Du hast das Recht zu entscheiden, mit wem Du Kontakt haben willst oder mit wem nicht. Wenn Menschen zu unterdrückerisch sind, zu sehr deine Meinungen und Erkenntnisse abwerten, dann hast Du auch das Recht - nach erfolglosem Versuch, dies zu ändern - Dich von der Person zu trennen.

Nicht jeder, der gegen Deine "Sekte" wettert, ist jedoch Dein Feind. Vielleicht hat er sich nur aufhetzen lassen oder ist besorgt, daß Du durch eine oder mehrere der hier behandelten zehn Punkte unterdrückt wirst. In diesem Falle gib ihm einfach diesen Text zu lesen und sprich offen über seine Betrachtungen. Jeder von Euch kann dabei lernen.

Von Apologeten (die 150 %igen Verfechter einer Gruppe) wird manchmal ein fatales Menschenbild und damit ein falsches Angriffsziel geprägt: Es gäbe zwei Kategorien: Wir hier drinnen, die seligen und die da draußen, die Materialisten und Bösen. Tatsächlich gibt es überall in jeder Gruppe schwarze Schafe (leider auch in Deiner Gruppe, so schwer das zu erkennen sein mag) und es gibt überall (auch beim "bösen Feind") auch die Guten und zwar meist in der überwiegenden Mehrheit.

Eine Gefahr für die Existenz Deiner lebenswichtigen Beziehungen besteht in dem Einverleiben, einem vollständig In-Beschlag-nehmen durch ein Engagement. Siehe dazu auch weiter unten den Punkt 7. "Ausbeutung von Arbeitskräften, Entzug von Privatleben".

Es sind insbesondere die Sektenbeauftragten, die die Empfehlungen herausgeben, "sich nicht auf Diskussionen mit Sektenanhängern einzulassen", "Missionaren besser kurzerhand die Tür vor der Nase zu zuschlagen" und die mit diesen Ratschlägen schon einige Familien auseinandergebrochen haben. Im Zweifel empfehle ich dagegen mehr Gespräche: sprecht miteinander, nicht übereinander.

4. Informationskontrolle

Gemäß den verfassungsmäßigen Rechten auf der ganzen freien Welt haben alle Menschen Rechte, frei zu denken, frei zu sprechen, ihre eigenen Meinungen frei zu schreiben und den Meinungen anderer zu entgegnen, schriftlich oder mündlich.

Dazu gehört auch die andere Richtung: Nicht nur das Recht auf Äußerung der eigenen Meinung, sondern auch das Recht darauf, sich über die Meinungen und Informationen anderer zu informieren. Freier Austausch von Gedanken und Meinungen.

Unterdrückerische Regierungen haben immer versucht, diese Rechte einzuschränken oder irgendwie auszuhebeln. Eine andere Methode dazu besteht darin, Meinungsfreiheit so umzudefinieren, daß Lügen und Haß verbreitet werden kann und die Betroffenen sich kaum dagegen wehren können.

Neue religiöse Bewegungen sind in dem Maße stark und berechtigt, wie sie diese Rechte achten und fördern.

5. Sprachmanipulation, Kommunikationsverluste

Wenn man die Absicht hätte, Dich aus dem Verstehen mit Deinen Mitmenschen herauszubringen, müßte man Dir nur eine andere Sprache geben. Die Geschichte von Babylon zeugt von dieser Möglichkeit.

Andererseits hat jedes Fachgebiet sein eigenes Vokabular. Wenn Du einer Gruppe angehörst, die sich ein Fachgebiet erarbeitet, ist es völlig normal, daß Du dann innerhalb der Gruppe die neugelernten Begriffe verwendest. Es macht die Kommunikation leichter und schneller. - Es gibt jedoch tatsächlich die Gefahr, daß man verlernt, sich mit seinen alten Freunden, Bekannten und Verwandten zu unterhalten. Wenn man sein Fachvokabular in die Umgangssprache einfließen läßt, bleibt man unverstanden und entfremdet sich.

Manche Fachgebiete umgeben sich aus Arroganz mit ihrer Fachsprache, damit der Laie nicht eindringen kann. So unterhielten sich Ärzte traditionell in Latein damit der Patient nicht erfährt, daß z.B. seine "iatro-genen Schäden" vom Arzt selbst verursacht wurden.

Man muß sich auch fragen, ob Leute, die sich mit vielen Fremdworten oder auch nur englischen Vokabeln umgeben, überhaupt die Bedeutung dieser Begriffe je wirklich verstanden haben. Würden Sie die wirkliche Definition dieser Begriffe beherrschen, würde es ihnen auch leicht fallen, im Gespräch mit einem Laien auf diese Begriffe zu verzichten und sich im Umgangsdeutsch auszudrücken.

Jede Verwendung unbekannter Begriffen verringert das Ausmaß der Kommunikation und damit der Zuneigung zwischen den beiden Personen. - Wer will das?

Wenn ein Fachgebiet, wie z.B. der Buddhismus voller fremdsprachiger Vokabeln ist (z.B. Karma, Dharma, Dhamma, Brahma und andere -mas), sollte man in Texten für die allgemeine Öffentlichkeit immer die Definitionen in Fußnoten beifügen, um die Kommunikation zu verbessern.

6. Entzug von Schlaf und/oder

Nahrung und/oder Entspannung

Wir haben einen Körper und sind entschieden, ihn jetzt zu verwenden. Dieser Körper unterliegt einigen Betriebsbedingungen: Eine geringe Abweichung der regulären Betriebstemperatur und der Körper geht kaputt (Tod) und kann nicht mehr verwendet werden. Körper sind empfindlich. Viele Menschen behandeln ihr Auto oder ihre Stereoanlage sorgsamer als ihren Körper. Der Körper benötigt genügend Schlaf und die richtigen Lebensmittel, um reibungslos zu funktionieren. Ein schlecht ernährter Körper ist ein Falle für das geistige Wesen.

Eine Gruppe ist so powervoll wie sein schwächstes Glied. Wenn über längere Zeit physischer Raubbau am Körper der Gruppenmitglieder betrieben wird, dann hilft dies auch nicht die Produktivität der Gruppe anzuheben, sondern schwächt die Individuen und damit auch die Gruppe. "Einpeitscher", die vom Individuum den letzten Einsatz verlangen, schädigen daher auch die Gruppe.

Müde Menschen sind kaum achtsam, sie machen Fehler, bauen Unfälle und gefährden damit andere. Wenn man die Kollegen am nötigsten benötigt, kann es sein, daß ein Übermüdeter seine ganze Arbeitslast auf andere ablädt.

Ohne genügend Ernährung und Schlaf kann man keinen spirituellen Fortschritt machen! Vorsicht vor Leuten, die Dir auf lange Sicht nicht genug Schlaf gönnen: Sie wollen Dich, Dein Wachstum und Deine Gruppe schwächen!

Das gleiche gilt für Wochenenden und für Urlaub. Denn wir leben nur erfolgreich in Zyklen: Starten (z.B. Geburt), Fortfahren (Leben) und wieder Stoppen (Tod). Zwischen Stoppen und dem Start des nächsten Zyklus gibt es in der Natur immer einen Zustand des Abstand-nehmens oder der Ruhe: Der Schlaf zwischen ins-Bett-gehen und Aufstehen, das Überwintern, der Sonntag zwischen Wochenende und Wochenanfang. Wenn Dir diese nötige Freizeit verweigert wird, will Dich jemand nicht zur Besinnung kommen lassen. Man braucht mal den Abstand, um entspannt zu überprüfen, ob man in all der Geschäftigkeit auch in die richtige Richtung rennt. Verfolgst Du noch erfolgreich Deine Ziele. Wenn der Streß Einen einholt, braucht man mal Urlaub, um wieder zu sich zu finden, sich zu orientieren. Laß Dir das nicht nehmen. Dies zu verweigern, bedeutet, Dich zu einem Arbeitstier zu degradieren. Wer will das?

Diese für den Kapitalismus typische Erschöpfung sollte im spirituellen Leben nicht geduldet werden.

7. Ausbeutung von Arbeitskräften, Entzug von Privatleben

Plötzlich hat man keine Zeit mehr für die Familie, für alte Freunde, Kameraden, Geschäftsfreunde etc. Fatal. Diese Gefahr droht natürlich nicht nur in einer neuen religiöse Bewegung, sondern überall, wo man sich engagiert. Der Workaholic ist das Musterbeispiel dafür.

Schreibe Dir einfach einmal auf, Wer Dir im Leben lieb und teuer waren: Familie, Verwandte, Bekannte, Freunde, Kollegen, Engel, Gott. Und plane ganz bewußt, wie Du den Kontakt zu diesen Wesen aufrecht erhalten kannst: Es ist immer möglich, und sei es durch Briefe oder Telefonate oder Gebete. Dies wird Dir neue Lebenskraft geben, den Kontakt mit diesen Geliebten aufzufrischen.

Wenn eine Gruppe Deine ganze Kraft und Zeit beansprucht, auf Kosten deiner individuellen Bedürfnisse, dann wirst Du daran früher oder später zu grunde gehen. Und Deine Gruppe wird daran früher oder später auch scheitern, daß ihre Mitglieder ausbrennen.

Einen Ausdruck dieser Ideologie ("unsere Gruppe ist alles, das Individuum ist nichts") können wir am Nazikrieger-Denkmal am Hamburger Dammtor-Bahnhof bewundern. Unter den marschierenden Soldaten steht geschrieben: "Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen!". Genauso wie Deutschland von dieser Nazi-Ideologie nicht profitierte, so profitierte auch Deine Gruppe nicht von dieser Ideologie.

In diese Kategorie gehört auch die Unterdrückung von Deiner Sexualität. Das Zölibat wurde oft etabliert und propagiert, angeblich um sich auf religiöse Aufgaben konzentrieren zu können. Das Ergebnis ist jedoch bei vielen, daß sich bei jeder Meditation erotische Phantasien in den Vordergrund schieben. Der Sexualtrieb ist durch Askese nicht folgenlos zu beherrschen. Buddha fand daher den Weg der Mitte zwischen den Extremen. Ein verheirateter Priester kann besser der Gemeinde dienen, als einer, der permanent mit seinem Zölibat beschäftigt ist.

8. Degradierung des Individuums

Es ist ein unterdrückerischer Ansatz, einem Individuum einzureden, es sei so wertvoll, wie es die Gruppe in ihren Zielen unterstützen kann. Das Gegenteil ist der Fall: Die Gruppe ist so wertvoll, wie es seine Individuen unterstützen kann, frei zu werden oder seine Ziele zu verfolgen.

Denn jedes Individuum verfolgt sein ureigenstes Ziel oder verfolgt es nicht und ist damit gescheitert, geistig tot. Man kann ein Individuum geistig wiederbeleben, indem man seine alten, verfehlten Ziele rehabilitiert, wiederbelebt.

Individuen werden degradiert, indem man sie für andere Ziele einspannt, als sie selbst verfolgen. Dieses Einspannen ist erfolgreich, wenn man vorgibt, daß die Gruppe die Ziele des Individuums verfolgt und das Individuum durch seinen Gruppenbeitrag seinem eigenen Ziel näherkommt. Nicht alle Gruppen betreiben diesen Betrug! Viele Ziele lassen sich tatsächlich nur mit Gleichgesinnten in einer Gruppe wirksam verfolgen und erreichen.

Ein Wesen fühlt sich in dem Maße mächtig und wohl, wie es seine Ziele erreicht und umgekehrt so degradiert und demoralisiert, wie es erkennt, seine eigenen Ziele verfehlt zu haben.

Vergegenwärtige Dir also Deine eigenen Ziele: Das sind diejenigen, die Du schon als Kleinkind gekannt hast und gegen alle Widerstände verfolgt hast. Das sind diejenigen, wo Du äußerst glücklich warst, als Du sie verfolgt hattest und höchst unglücklich warst, als Du darin gestoppt warst.

Finde dann heraus, ob Deine Gruppe für Deine Ziele eine Unterstützung oder ein Hindernis darstellt und entscheide Dich entsprechend. Es gibt für Dich nichts wichtigeres, als Deine Ziele. Es gibt möglicherweise Ziele in jedem der Lebensbereiche, die auf Seite 1 im Abschnitt "Im Schoße der alten Epoche wächst die neue heran" im 2. Absatz aufgezählt worden sind.

Offensichtlich ist diese aufgezeigte "Degradierung des Individuums" eine Spezialität und die Basis unserer materialistischen, geldorientierten Gesellschaft: Firmen versuchen Mitarbeiter dafür zu gewinnen, ihre Gewinne zu erhöhen. Je mehr Mitarbeiter gewonnen werden, desto höher kann der Profit werden. Die gesamte Personalpolitik konzentriert sich darauf, wie man Mitarbeiter "motiviert", d.h. wie man ihnen die Ziele und Interessen der Firma verkauft. In den seltensten Fällen gehen die Firmenziele mit den Zielen der Mitarbeiter einher. Sie treffen sich auf einer sehr tiefen Motivationsebene: Geld zu verdienen.

Das Erfolgsgeheimnis aller Kirchen und religiösen Organisationen besteht darin, spirituelle Ziele in den Vordergrund zu rücken, die alle Menschen verfolgen. Der Maßstab besteht jedoch darin, inwiefern es der jeweiligen Gruppe gelingt, dieses anvisierte Ziel für den Einzelnen auch zu erlangen.

9. Gefühlsmanipulation:

Angst und Schuld

Mit niedrigen Gefühlen lassen sich Leute manipulieren. Angstmache ist ein beliebtes Werkzeug zur Ausübung von Herrschaft. Ein offensichtliches Beispiel ist die Boulevard-Presse, die alle Register der Angstmaschinerie zu ziehen versteht. Aber auch andere Gefühle wie Apathie, Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Trauer, Mitleid, Furcht, Groll, Haß, Wut und Feindseligkeit spielen eine Rolle, um Wesen zu manipulieren und klein zu halten. Denn wer sich in diesen niedrigen Emotionen verstrickt, hat keinen Weitblick, um seine Ziele erfolgreich zu verfolgen.

Wer dem Menschen seine Verfehlungen immer nur vorhält, ohne ihm einen Ausweg aufzuzeigen, wie er sich rehabilitieren kann, will wohl das Schuldgefühl verwenden, den Menschen zu beherrschen. Auch Begriffe wie Erbsünde oder Karma können dazu verwendet werden.

In der höheren Politik ist es gang und gäbe, daß über Politiker Dossiers angefertigt werden, mit all ihren kleinen und größeren Verfehlungen, die man auch mit geheimdienstlichen Methoden in Erfahrung bringt. Teilweise wird der Politiker (oder auch in der Wirtschaft ein Manager) erst durch gezielte Provokation dazu eingeladen, diese Verfehlungen oder gar Verbrechen zu begehen. Danach hat man diese Person fest in der Hand und kann sie in jede Korruption erpressen oder andernfalls schnell durch einen gut inszenierten Skandal vom Posten kippen.

Etwas ganz anderes ist es dagegen, wenn Menschen ihre Verursachung von zerstörerischen Handlungen erkennen und damit Verantwortung übernehmen. Dies hat nichts mit Schuldgefühlen zu tun: Denn wer erkennt, daß er sich selbst seine Suppe eingebrockt hat, kann er etwas an seiner Situation verändern. Solange er andere dafür verantwortlich macht, ist er darauf angewiesen, daß andere etwas für ihn tun und ist dem hilflos ausgeliefert.

Wie in der hohen Politik gilt auch im kleinen: Der Mensch ist frei und unbestechlich, der eine reine Weste pflegt und seine alten dunklen Stellen bereinigt.

Viele religiösen Vereinigungen helfen ihren Anhängern dabei, ihre Weste zu reinigen und dann reinzuhalten.

10. Bekämpfen der Kritiker

Wenn wir in unserer Verfassung auch die Meinungsfreiheit verankert haben, die das Recht auf Kritik garantiert, enden diese Rechte leider oft an den Fabriktoren. Hierarchisch organisierte Gruppen - ob Konzerne oder Sekten - haben oft Schwierigkeiten mit Kritik, selbst wenn sie konstruktiv ist. Kritik hat immer auch den Anstrich von Nestbeschmutzung. Manche Gruppen lösen diesen Konflikt intelligent, indem sie Verbesserungsvorschläge und Kritik nicht nur kanalisieren ("Kummerkasten", Beauftragte für Verbesserungsvorschläge), sondern sogar darauf wirklich eingehen und sich permanent wandeln. In diesem Falle kommt Kritik öffentlich kaum noch auf, denn der wohlmeinende Kritiker will ja letztlich nur "mitreden" können und Verbesserungen verursachen.

Davon unabhängig gibt es natürlich noch den berufsmäßigen Kritiker, der davon lebt, sein Objekt der Kritik zu zerreißen. Dazu gehören natürlich auch die ganzen Sektenbeauftragten, die nicht die Absicht haben, andere religiöse Gruppierungen zu verbessern, sondern zu beseitigen. Ob sie nun von den Amtskirchen dafür bezahlt werden oder vom Staat oder von anderen Interessengruppen.

Daher dürfen diese Kleinkrieger sich nicht beschweren, wenn sie von ihren Gegnern unter die Lupe genommen werden, ob sie selbst ihren Ansprüchen gerecht werden. Denn erfahrungsgemäß sind es gerade die, die im Glashaus sitzen, die mit den Steinen werfen. Es hilft zur Verteidigung gegen solche Sektenbeauftragten oft, die Auftraggeber aufzudecken und ihr Vorteil an der Kritik.

Die Tatsache jedoch, daß neue religiöse Bewegungen heute oft in einen Kleinkrieg verwickelt werden, sollte sie nicht veranlassen, berechtigte Kritik zu unterdrücken. Das Lebenspotential jedes Einzelnen und auch seiner Gruppen steigt, wenn berechtigte Kritik aufgegriffen und umgesetzt wird.

Wie schon bei vielen dieser zehn Punkte ist es auch hier: Bei ihrer Kritik an der Kritikunfähigkeit, sollten sich die Sektengegner auch an die eigene Nase fassen:

Denn die vom Ausland geführte Kritik an der Verfolgung von Minderheitsreligionen in Deutschland (durch UNO, OSZE/KSZE und durch die amerikanischen Regierung jetzt im dritten Jahr) wird arrogant zurückgewiesen: Kein Fünkchen Selbstkritik oder Erkennen, daß man anderen damit vielleicht ein Unrecht antut.

Schlußfolgerung

Das "Zwei Seelen kämpfen in meiner Brust" gilt nicht nur für eine Person, sondern auch für jede Organisation und auch für die Zivilisation als ganze (Paradigmen- Wechsel, neues Zeitalter). Seit dem Beginn des Universums gibt es den Kampf zwischen Gut und Böse auf allen Ebenen. Am Besten man fängt bei sich selbst an. Andere können einem dabei helfen. Eine Gruppe kann ggfs. mehr erreichen als ein Einzelner. Um mehr Freiheit und Bewußtheit zu erlangen, muß die Gruppe zunehmend auf die neuen Qualitäten zugehen und die alten Muster (Paradigma=Muster) hinter sich lassen, wie sie hiermit in zehn Punkten beschrieben wurden.

Die vielen spirituellen Gruppierungen und "Sekten", die ich im Rahmen meines Studiums und meiner Arbeit kennengelernt habe, sind sich dieser Herausforderung bewußt und haben - trotz ihrer immensen personellen Expansion und der damit einhergehenden Problematik - doch ein sehr hohes Niveau erreichen können. Ganz im Gegensatz zu den Gruppen und Interessenverbände, die die Sektenbeauftragten finanzieren und eine akribische Kritik an sogenannten Sekten entwickelten, an denen sie sich selbst nicht messen lassen wollen.

Ich will hier bewußt nicht die eine oder andere spirituelle Vereinigung hervorheben, sondern ich möchte mit dem Artikel dem Leser Hilfsmittel an die Hand geben, um Berührungsängste zu "Sekten" zu überwinden und sich gewinnend mit religiösen Verbänden zu befassen. Umgekehrt können besorgte Angehörige von "Sektenmitgliedern" mit diesem 10-Punkte-Katalog auf ihre Lieben zugehen und einen fruchtbaren Dialog suchen.

Unter dem Motto "Sprecht miteinander nicht übereinander" sollte dieser Artikel dazu dienen, Berührungsängste zu neuen religiösen Bewegungen abzubauen und einen Maßstab anzubieten, an dem sich die wahren Absichten jeder Gruppe messen lassen. Der Leser mag nun entscheiden, ob mir dieses Ansinnen gelungen ist.

Autor und Copyright (c) 1997 dieses Artikels:

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