PTS-SP-Daten

Ich möchte mit einem Zitat der ersten Sätze aus dem Manifest der Kommunistischen Partei von Karl Marx beginnen, das mich als junger Mensch fasziniert hatte:

"Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.

Freier und Sklave, Patrizier und Plebejer, Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen.

In den früheren Epochen der Geschichte finden wir fast überall eine vollständige Gliederung der Gesellschaft in verschiedene Stände, eine mannigfaltige Abstufung der gesellschaftlichen Stellungen. Im alten Rom haben wir Patrizier, Ritter, Plebejer, Sklaven; im Mittelalter Feudalherren, Vasallen, Zunftbürger, Gesellen, Leibeigene, und noch dazu in fast jeder dieser Klassen wieder besondere Abstufungen."

Marx fasste seinen Gedankengang zusammen: "Kurz: Unterdrücker und Unterdrückte standen im steten Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf..." - Damit unterstellte er - ohne es zu sagen - dass jeweils die herrschenden Klassen oder Stände Unterdrücker seien. Er malte uns ein einfaches Schwarz-Weiß-Schema auf, mit dem man in der Praxis nicht weit kommt.

Nicht immer sind die Herrschenden, die Besitzenden, die Kapitalisten, die Reichen, die Unternehmer die Unterdrücker. Es gibt auch Unterdrücker unter den Beherrschten, den Besitzlosen, den Arbeitern! Dies habe ich in meinem früheren politischem Engagement persönlich erleben dürfen. Und das haben die Menschen in den sozialistischen Ländern des letzten Jahrhunderts auch erfahren können. Sie haben die Unterdrücker nicht über die Klassenzugehörigkeit identifizieren und aus Machtpositionen heraushalten können. Auch aus Arbeiterfamilien entwickelten sich unterdrückerische Funktionäre.

So einladend das marxistische Schwarz-Weiss-Schema auch ist, es gibt einem keinen funktionierenden Ansatz, "Gut und Böse" auseinander zu halten.

Dabei war der marxsche Ansatz schon wesentlich vernünftiger als frühere Methoden der Freund-Feind-Bestimmung. Denn früher galt der Franzose als Erbfeind der Deutschen oder der Jude war die Sau oder die Neger waren wie Tiere oder die Ungläubigen mußten bekehrt oder totgeschlagen werden. Es gab viele Angriffsziele und auch heute versuchen sich viele an den verschiedensten Angriffszielen, von denen ich einige aufzählen möchte:

Der Leser mag noch den einen oder anderen hinzufügen. Es wird uns jedoch nicht gelingen, in freier und fairer Diskussion einen Konsens darüber zu finden, welche dieser Angriffsziele nun A) völlig absurd und falsche Angriffsziele und B) welche davon mit Recht anzugreifen seien. - Die politische Erfahrung zeigt, dass für keine dieser Angriffsziele eine Mehrheit zu gewinnen ist. Andernfalls wäre dieses Angriffsziel - ob Richtig oder Falsch - schon vom Erdboden verschwunden

Nun kommt Hubbard daher und bietet einen völlig anderen Ansatz, das richtige Angriffsziel zu bestimmen. Er sucht es in keiner einzelnen Nation, keiner Klasse, keiner Rasse sondern ausschließlich beim Einzelwesen. Er sagt: Ein Unterdrücker ist ein Geisteskranker, ein therapierbarer Mensch, der selbst geistige Höllenqualen leidet und zwanghaft versucht dadurch zu überleben, indem er andere unten hält. Diese Geisteskranken machen 2-3 % jeder gesellschaftlichen Gruppe aus. Man findet sie unter den Reichen, den Armen, unter den Kapitalisten, unter den Arbeitern, unter Weißen, unter Schwarzen, unter Amerikanern, unter Arabern, unter Christen, unter Moslems, unter Buddhisten, unter Atheisten, unter Männern und Frauen, unter Kindern wie Alten, unter Mächtigen und Ohnmächtigen, unter Angesehenen und unter Irrenstalteninsassen.

Man sieht ihnen meist die Geisteskrankheit nicht gleich an. Sie passen sich weitgehend dem Normalen an, um nicht aufzufallen und in der Klinik zu landen. Aber sie wissen: Jeder ist ihr Feind. Entweder sie fressen einen oder sie werden gefressen. Vielleicht reden sie einem nach den Mund, um nicht anzuecken. Aber vielleicht äußern sie sich offen unterdrückerisch und handeln danach, wenn sie es sich glauben leisten zu können. Natürlich streben sie nach Reichtum und Macht, aber das machen auch die Guten. Aber vielleicht sind sie kurzfristig erfolgreicher dabei, weil sie keine Skrupel kennen, alle Mittel zur Machtergreifung einzusetzen. Ein Guter wird wahrscheinlich davor zurückschrecken alle Mittel zu verwenden.

Nun: Dieser Ansatz ist ein Ansatz, auf dem sich die Menschen aller Coleur (politischen, religiösen wie rassischen) einigen könnten. Es gibt Unterdrücker "bei uns wie bei Euch"! Und diese sind es, die uns gegeneinander ausspielen. Das sind die Einpeitscher, die Kriegstreiber, die Angsthändler, die Kriminellen.

Wenn Du und ich Züge bei uns erkennen, unterdrückerisch zu sein, Gemeinheiten zu betreiben etc., dann sollten wir nicht glauben, dass ein Unterdrücker zu dieser Selbstkritik fähig wäre. Er hat keine Skrupel. Er hält sich nicht zurück. Er zieht durch, bis wir ihn stoppen. Er könnte therapiert werden, doch er will es nicht. Er ist sonst ein Mensch wie Du und ich, aber eben so geisteskrank, dass er gerne Menschen "brennen sehen will". Dabei ist eine kriminelle Lösung für dieses Verlangen nur eine Möglichkeit. Er trachtet auch nach Positionen, auf denen er dieses Verlangen ganz legal realisieren kann. So z.B. der jetzige Präsident Bush, der als Gouverneur von Texas so viele Todesurteile vollstrecken lies, wie nie jemand zuvor. Mit Wonne! Es war abzusehen, dass so jemand nicht auf den Präsidentensitz gehört. Es war abzusehen, dass solch ein Unterdrücker sich ein Denkmal setzen will: Der Kriegsherr des 3. Weltkrieges.

War das abzusehen? - Nun, für die Amerikaner offensichtlich nicht, die ihn gewählt haben. Andere hatten deswegen vor Bush gewarnt, weil sie ihn für gefährlich halten.

Wenn diese Unterdrücker nicht offensichtlich als Geisteskranke zu erkennen sind, was nützt uns dann dieser Ansatz von Hubbard? - Daher waren frühere Angriffsziele besser geeignet: Man konnte einen Schwarzen schon auf großem Abstand erkennen. Selbst Juden hatten einige körperliche Merkmale, die geübte Menschen erkennen konnten. Aber ein Unterdrücker, ein SP (Abkürzung für das englische "suppressiv person" - Unterdrückerische Person)?

Nun ja, ich will nicht behaupten, dass es leicht sei, einen SP zu erkennen. Aber es gibt Merkmale, die Hubbard uns gegeben hat, an denen man einen SP erkennen kann. Er nannte uns 12 SP-Merkmale und sagte dazu: Wenn die Mehrheit dieser Merkmale bei einer Person erkennbar sind, dann handelt es sich um einen SP.

Nun möchte ich die SP-Merkmale (hier nennt Hubbard den SP "antisoziale Persönlichkeit", ein anderer Begriff für das gleiche Phänomen) für den Leser auflisten und gebe als Beispiel meine Kommentar zu dem US-Präsidenten Bush dazu an. Die Daten dafür habe ich auf meiner "Datenseite" vorgelegt.

1. Er oder sie spricht nur in sehr groben Verallgemeinerungen. "Sie sagen ...... .. Alle Leute denken......... Jeder weiß..." und solche Ausdrücke werden ständig benutzt, insbesondere bei der Verbreitung von Gerüchten. Wenn man nun fragt, "wer alle Leute" sind, stellt sich gewöhnlich heraus, daß es eine Quelle ist, und aus dieser Quelle hat sich die antisoziale Persönlichkeit etwas zurechtgezimmert, was sie als die Meinung der gesamten Gesellschaft vorgibt.

Für sie ist das etwas Natürliches, da ihnen die ganze Gesellschaft als eine große, feindliche Allgemeinheit erscheint, die sich insbesondere gegen die antisoziale Persönlichkeit wendet. (Auf dieser Seite jeweils in rot: Hubbards Originaltext: HCO Bulletin 27. Sept. 1966 DIE ANTISOZIALE PERSÖNLICHKEIT)

Da ist für Bush der Präsidentenposten ganz ideal: Jetzt kann er seine Kriegshetze und Kriegserklärung "im Namen aller Amerikaner" oder sogar "im Namen aller Demokraten" betreiben. Er spricht scheinbar nicht nur für sich (oder für die Profite seiner Familie - siehe meine Ausführungen dazu), sondern für "Alle".

Auch sagt er "wir haben die Beweise", obwohl die noch niemand gesehen hat oder einsehen kann. Nichteinmal die Vertreter der deutschen Regierung durften diese Beweise zu Gesicht bekommen, obwohl sie aufgefordert sind, mit in den heiligen Krieg zu ziehen.

2. Eine solche Person verbreitet hauptsächlich schlechte Nachrichten, kritische oder feindselige Bemerkungen, Abwertung und allgemeine Unterdrückung.

"Klatschbase" oder "Unheilverkünder" oder "Gerüchteschürer" waren einmal Bezeichnungen für solche Personen.

Es ist bemerkenswert, daß eine solche Person keine guten Nachrichten oder anerkennende Bemerkungen weitergibt.

Für Bush ist jedes Gerücht ein Beweis gegen die Schurkenstaaten vorzugehen. Er ist in der "besten" Position, in der ein SP sein kann. Er unterdrückt nicht nur mit Worten, Gerüchten, sondern sein Wort ist Befehl. Befehl in den Krieg zu ziehen.

Die "vorliegenden Beweise" über den Twin-Tower-Terror würden kaum ausreichen, um Bin Laden in einem US-Gericht zu verurteilen. Aber es reicht aus, um gegen ein ganzes Land Krieg zu erklären. Die beste Aktion gegen diese Kriegstreiberei wäre, wenn Bin Laden sich einem amerikanischen Gericht stellen würde. Dann wären Bush die Argumente für einen Afghanistankrieg genommen und höchstwahrscheinlich müsste das Gericht Bin Laden mangels Beweisen freisprechen. Das wäre peinlich. Aber vielleicht steckt Bin Laden ja noch mit der Familie Bush (und mit dem CIA) unter einer Decke und versteckt sich gerade deshalb in Afghanistan, um den seit Jahren geplanten Krieg gegen dieses Land zu rechtfertigen.

3. Die antisoziale Persönlichkeit ändert Kommunikation zum Negativen hin, wenn sie eine Mitteilung oder Nachricht übermittelt. Gute Nachrichten werden gestoppt und nur schlechte Neuigkeiten werden, oft ausgeschmückt, weitergegeben.

Eine solche Person gibt auch vor, "schlechte Nachrichten" zu übermitteln, die in Wirklichkeit erfunden sind.

Tatsächlich werden Ermittlungsdaten, die Bush nicht ins Konzept passen, weggelassen. So hatten einige Insassen der entführten Flugzeuge am 9.11. mit ihrem Handy telefoniert und über die Entführung berichtet. Keiner davon erwähnte, dass die Entführer Araber seien. Eine Frau nannte sogar die genauen Sitznummern der Entführer, worüber deren Identität hätte ermittelt werden können. Obwohl diese sich nicht mit den angeblichen arabischen Entführern deckte, wurde uns die Lüge von arabischen Entführern aufgedeckt.

4. Ein Merkmal der antisozialen Persönlichkeit - und einer der traurigen Umstände in diesem Zusammenhang - ist, daß sie nicht auf Behandlung oder Besserungsversuche oder Psychotherapie anspricht.

Ich habe keine Daten über die Krankengeschichte Bushs.

5. In der Umgebung einer solchen Persönlichkeit finden wir eingeschüchterte oder kranke Partner oder Freunde, die, wenn sie nicht tatsächlich in den Wahnsinn getrieben werden, ein verkrüppeltes Leben führen, voller Versagen, ohne jeden Erfolg.

Diese Leute erschaffen für andere Schwierigkeiten.

Wenn die der antisozialen Persönlichkeit nahestehenden Leute behandelt oder ausgebildet werden, haben sie keinen stabilen Gewinn, sondern fallen prompt zurück oder verlieren den Nutzen ihres Wissens, weil sie unter dem unterdrückerischen Einfluß dieser anderen Person stehen.

Bei physischer Behandlung erholen sich Freunde dieser Person gewöhnlich nicht in der vorgesehenen Zeit, sondern verschlechtern sich und genesen nur dürftig.

Es ist ziemlich nutzlos, solche Personen zu behandeln, ihnen zu helfen oder sie auszubilden, solange sie weiter unter dem Einfluß ihrer Beziehung zur antisozialen Person stehen.

Weitaus die meisten Geisteskranken sind wegen solcher Beziehungen zu antisozialen Personen geisteskrank und erholen sich aus demselben Grund nicht leicht.

Ungerechterweise finden wir die antisoziale Persönlichkeit tatsächlich nur selten in einer Anstalt. Nur ihre "Freunde" und Familienangehörigen sind dort.

Nun - und wenn eine solche antisoziale Persönlichkeit auch noch US-Präsident ist, dann gibt es wesentlich weitreichendere Auswirkungen auf wesentlich mehr Mitmenschen. Hier ziehen sie womöglich die ganze Menschheit in den 3. Weltkrieg.

6. Die antisoziale Persönlichkeit sucht sich gewohnheitsmäßig das verkehrte Angriffsziel aus.

Wenn ein Reifen platt ist, weil sie über Nägel gefahren ist, wird sie einen Mitfahrer oder eine Quelle, die die Störung nicht verursacht hat, verfluchen. Wenn das Radio beim Nachbarn nebenan zu laut dröhnt, gibt sie der Katze einen Fußtritt.

Wenn A der offensichtliche Grund ist, gibt die antisoziale Persönlichkeit unweigerlich B, C oder D die Schuld.

Dies zeigt drastisch, dass Bush ein Unterdrücker ist: Er beschießt Afghanistan, weil "diese Terroristen" den Twin Tower zerstört haben. Ein falsches Angriffsziel. Genaugenommen arbeitet die USA schon seit Jahren daran, Afghanistan zu bekriegen. Wie ich in meinem Artikel zum Terror belegte, hat die USA schon im Juni und Juli 2001 sich die Unterstützung durch Pakistan und Indien für diesen Krieg versichert. - Das falsche Angriffsziel wird nicht aus reiner Dummheit angegriffen, sondern es ist überhaupt eine Lüge, dass Bush auf den Terror überhaupt reagiert. Er will von sich aus Afghanistan terrorisieren und benötigte dafür einen Vorwand. Das ist typisch für "das verkehrte Angriffsziel". Nur ein Vorwand.

7. Die antisoziale Person kann keine Aktionszyklen abschließen. Um solche Menschen herum häufen sich unabgeschlossene Projekte an.

Das ist der technische Hintergrund für die Tatsache, dass ein SP nichts produziert. Er raubt lieber. Und genau das ist das Problem mit der Regierung Bush. Bush fördert nicht die US-Wirtschaft, nicht die Produktion. Er versucht nur räuberische Tätigkeiten zu fördern: Die Inbesitznahme der Ölvorkommen in Mittelasien. Die Übernahme der Regierung Afghanistans durch befreundete Politiker. Die Bereicherung der Stromkonzerne durch Privatisierung und durch Erhöhung der Strompreise und durch Verknappung. Die Plünderung der öffentlichen Kassen durch Angsthandel um Milzbrand-Terrorismus und durch überteuerte Gegenmittel (Bush ist Miteigentümer des Monopolbetriebes, der das Milzbrandgegenmittel liefert).

8. Viele antisoziale Personen werden sich frei zu den erschreckendsten Verbrechen bekennen, wenn sie dazu gezwungen werden, aber sie werden keinen Schimmer von Verantwortungsgefühl dafür haben.

Ihre Aktionen haben wenig oder nichts mit ihrem eigenen Wollen zu tun. Es "geschah einfach".

Sie haben keinen Sinn für richtige Verursachung und können daher vor allem kein Gefühl der Reue oder Scham empfinden.

Ganz offensichtlich ist dies ein Charakterzug von Bush: Er schämt sich überhaupt nicht für seine Verbrechen. Höchstwahrscheinlich kann er keinen Unterschied zwischen seine Präsidentschaft und Korruption und anderer Präsidenten erkennen. Nach seiner Vorstellung "hätte jeder sich die Taschen vollgestopft, wenn er in der Position gewesen wäre", also macht er es lieber selbst.

9. Die antisoziale Persönlichkeit unterstützt ausschließlich destruktive Gruppen und wütet gegen jede Gruppe, die konstruktiv ist oder verbessern will, und greift sie an.

Bush arbeitet auf der Basis von CIA-Machenschaften, unterstützt die Militärkreise, die imperialistische Ölindustrie. Selbstverständlich, dass er damit jene bekämpft, die diesen Unterdrückern im Wege stehen.

10. Dieser Persönlichkeitstyp heißt nur destruktive Handlungen gut und kämpft gegen konstruktive oder hilfreiche Aktionen oder Unternehmungen.

Insbesondere der Künstler ist oft ein Magnet für Leute mit antisozialer Persönlichkeit, die in seiner Kunst etwas sehen, was zerstört werden muß, und sich unter dem Deckmantel der "Freundschaft" daranmachen, dies zu versuchen.

Was gibt es für destruktivere Handlungen als Krieg. Und er "heißt Krieg nicht nur gut", sondern er startet ihn. Damit ist er nicht unterdrückerischer als andere SP, sondern nur in mächtigerer Position.

11. Anderen zu helfen ist eine Tätigkeit, die die antisoziale Persönlichkeit beinahe Amok laufen läßt. Unternehmungen jedoch, die unter der Bezeichnung "Hilfe" zerstören, werden intensiv unterstützt.

Ja, da blüht Bush auf: Er fordert "Hilfe" bei seinen Verbündeten an. Damit mein er ausschließlich eine "Hilfe", die zerstören soll, die beherrschen soll. Es ist auch schon davon die Rede, dass für Afghanistan nach dem Krieg ein Marshallplan entwickelt wird: D.h. nachdem man alles zerschossen hat, die Infrastruktur zerstört ist, ist man bereit, einer kooperationswilligen Marionettenregierung beim Wiederaufbau finanziell zu helfen. Natürlich nur auf Kreditbasis. Wobei die Reichtümer des Landes zum Spottpreis für Zins und Tilgung und Zinseszins hergegeben werden müssen. Das ist "Entwicklungshilfe" oder "Hilfe zum Wiederaufbau" wo das Herz eines Unterdrückers lacht!

12. Die antisoziale Persönlichkeit hat einen schlechten Sinn für Besitz und hält den Gedanken, daß irgend jemand etwas besitzt, für einen Vorwand, um damit die Leute zu betrügen. Nichts wird je wirklich besessen.

Hoppla! Da hat Bush ja noch gar nicht daran gedacht, dass die Rohstoffe Mittelasiens womöglich den dort lebenden Menschen gehören. Nationaleigentum der Länder dort. Denen helfen könnte, sich zu entwickeln. Nein, warum fragen und Handel um das Öl treiben, wenn man es sich einfach rauben kann. Hätten andere doch auch so gemacht, wenn sie stärker wären - oder? - Nein: Eigentum? Nur wenn es ihm gehört. Aber warum sollte er das Eigentum anderer achten. Was ist Krieg anderes, als eine große Vernichtung fremden Eigentums und vieler Leben?

Von 12 Eigenschaften habe ich 11 zutreffende gefunden. Vielleicht findet der geneigte Leser noch bessere Beispiele, um diese zwölf Eigenschaften zu dokumentieren. Aber es sollte auch so klar geworden sein, dass Bush nun wirklich ein Unterdrücker ist. Und dieser sollte Terroristen jagen? Da hat man den Bock zum Gärtner gemacht! Ein Terrorist hackt doch dem anderen kein Auge aus! Oder warum lebt "der neue Hitler" Saddam Hussein immer noch. Wo doch ein 100 Milliarden schwerer Krieg gegen den Irak nur geführt wurde, um diese Person zu treffen. Auch jemand, der erst von den USA aufgebaut, bewaffnet und mit Ausbildung versehen wurde, als er noch gegen den Iran kämpfen sollte. Welcher US-Präsident war das doch gleich? Ach ja - der Bush senior! - Was macht der eigentlich? Hat der sich zur Ruhe gesetzt? - Nein: Der ist im Ölbusiness aktiv! Er profitiert jetzt vom Krieg seines Sohnes. - Die Spannung ist aus diesem Thriller raus: Auch Osama Bin Laden wird diesen Krieg überleben. Vielleicht wird er noch mal gebraucht? Und: eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Es scheint zu den Schauspielerverträgen der Großen Politik zu gehören: Man wird zwar mal als Erzfeind aufs Korn genommen, aber nicht wirklich umgebracht. Schließlich ist man ja nur ein Schauspieler. Die Regie und den Profit machen andere.

Andreas Groß


Änderungsstand: 17. Oktober 2001 - Copyright © 2001 by Andreas Groß, Schweiz
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