Die Kardinaltugenden

Das „Vierer-Gespann“
(von Pfarrer Klaus Fütterer)

Vorbemerkung:

Ich rede - wie es mir ansteht - auf dem Boden unserer christlichen Tradition. Das Christentum hat im Verlauf seiner fast 2OOO jährigen Geschichte verschiedene Wirtschaftsformen erlebt und überlebt. Aus den Schriften des Neuen Testaments schimmert noch die feudale Agrarordnung des Römischen Reiches. Ganz anders sind die mittelalterliche Zunftordnung, das staatsdirigistische Manufakturwesen, die entfesselten Produktivkräfte im Kapitalismus oder die sozialistische Planwirtschaft. Keine dieser Ordnungen ist als „christlich“ zu bezeichnen; keine hat ewigen Wahrheitswert; jede hat ihre Zeit.

Aber in allen Wirtschaftsordnungen leben Christen, die versuchen, ihr Handeln an den Grundsätzen christlicher Ethik auszurichten. Die Formen, die Strukturen ändern sich, müssen immer wieder geändert werden. Aber die ethische Aufgabe bleibt immer gleich:

„Alles ist möglich“, sagt der Apostel Paulus, „aber nicht alles baue auf.“

Herauszufinden, was „aufbaut“, was bessert, das ist die ethische Aufgabe auch heute.

Wer deshalb versuchen wollte, in ethischen Grundsätzen modern oder besonders originell zu sein, der scheint mir eher verdächtig. Sollte das sittlich Gute, heute etwas völlig anderes sein als früher?

Ich will Sie deshalb lieber an alte Tugenden erinnern, als Ihre Neugierde mit Neuartigem zu reizen. Ich werde mir dabei nachsagen lassen müssen, daß ich konservativ sei, genauer gesagt: wertkonservativ.

Die vier Tugenden, an die ich sie erinnern will, die für das Leben überhaupt gelten, die wir aber noch für die Geschäftswelt explizieren können, heißen:

1. sei klug!

2. sei gerecht

3. sei mutig

4. halte das richtige Maß.

Kenner werden unschwer merken, daß ich damit die vier Kardinaltugenden genannt habe, wie sie sich schon in vorchristlicher Zeit bei Platon und Aristoteles finden:

die prudentia, die iustitia, die fortitudo und die temperantia.

jenes „Viergespann“, von dem es heißt, es könne den Menschen zur höchsten sittlichen Vollkommenheit führen, wenn denn die göttliche Liebe auf dem Kutschbock sitze. 

Das Bild vom Vierspänner, von den vier Pferden, welche die Kutsche unseres Lebens, unser Tun und Lassen ziehen, gibt einen Hinweis, daß die Tugenden Kräfte sind, die aus unserem Inneren aufsteigen und nicht etwas, das von außen an uns herantritt, wie wir das uns vielleicht bei Geboten und Verboten vorstellen.

Näher ist diesem Verständnis der Ethik als etwas Innerlichem Kants Begriff der Pflicht.

Noch auf ein Weiteres weist das Bild des Vierspänners: Die vier Kardinaltugenden gehören zusammen und müssen im gleichen Schritt gehen, in harmonischer Ausgewogenheit sein.

Allein Klugheit, allein Gerechtigkeit, allein Mut, allein das richtige Maß - da würde der Wagen unseres Tun und Lassens schiefgezogen. 

1. Fangen wir an mit: „sei klug“

Das mag nun doch überraschen, daß Klugheit zur Sittlichkeit gehört. Eher sind wir geneigt, der Klugheit die raffinierten Tricks zuzutrauen, mit denen man das sittlich Gute umgeht.  Klug scheint, wer zu seinem eigenen Vorteil den Rahmen des Legalen voll ausschöpft oder überschreitet ohne, daß man ihm einen Strick um den Hals legen kann. Prominente Namen, die derzeit unter Anklage stehen, mögen einem dazu einfallen.  Das sittlich Gute dagegen scheint eher den Geruch des Naiven, des „tumben Tors“ zu tragen. Sollte Klugheit eine christliche Tugend sein?

Die Bibel sieht es so: „Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben“, sagt Jesus (Mt. 10.16).

Was für eine Klugheit ist gemeint?

Die auf dem Boden kriechende Schlange kann uns einen Hinweis geben auf die realitätsbezogene Erdnähe dieser Klugheit.  Es geht nicht  um ein abstraktes, angelerntes Wissen, nicht um eine dogmatische Theorie oder gar Ideologie. Es geht um Lebensklugheit, um Einsicht, wie die Dinge und die Menschen sind, um nüchterne Klarheit, die nichts verschönen und nichts häßlicher machen will und braucht als es ist. Es geht dieser Klugheit um das Verstehen. Erst muß ich eine Sache verstehen, dann erst kann ich beurteilen, ob sie gut oder schlecht ist.  Die sog. „gute Absicht“ genügt nicht, um das Gute zu tun, ich muß die Wirklichkeit verstehen, um das Gute zu verwirklichen.

„Sei klug“ - Leicht ist das nicht. Vielleicht dämmert uns schon, wie notwendig dieses Pferd die drei anderen braucht: die Gerechtigkeit, weil wir die Menschen und Dinge erst verstehen, wenn wir ihnen gerecht werden; den Mut, weil es uns oft Angst macht, den Dingen wie sie sind, ins Auge zu sehen, das rechte Maß, weil ohne das Wissen über die Begrenztheit unseres Wissens, das, was wir verstanden haben, wieder dumm und töricht wird.

Die Klugheit beschränkt sich nicht auf das Verstehen des unmittelbar Gegenwärtigen, sondern vermag auch den Schleier der Zukunft ein wenig zu lüften, indem sie „die Zeichen der Zeit“ in weiser Voraussicht deutet. Wiederum wäre es eine Verengung7^‘solche Zeichen nur in der Außenwelt zu suchen.

Ebenso sehr gilt es, die Signale unseres eigenen Körpers und unserer Seele zu verstehen. Nicht umsonst steckt in unserem „Gewissen“ das Wort „Wissen“.

Wie alle anderen Tugenden bedarf auch die Klugheit der Lenkung durch die selbstlose Liebe. Nur so ist nüchterne Klarheit zu erreichen. Thomas v. Aquin, der große mittelalterliche Kirchenlehrer, spricht davon, daß nichts die Klugheit so aus der Bahn bringen kann, wie wenn statt Liebe der Geiz auf dem Kutschbock sitzt. Der Geiz, also jene ängstliche Ichbezogenheit des Habenwollens und Festhaltens, fesselt die Klugheit, führt sie im Kreis und immer wieder im Kreis. Insofern hat Klugheit etwas mit „Freisein von“ zu tun, mit jener Freiheit eines Christenmenschen, die Luther dialektisch formuliert: frei von allen Dingen, aber dienstbar Gott und dem Nächsten.

2. „Sei gerecht!“

Das leuchtet schneller ein, daß Gerechtigkeit ein vornehmer Grundsatz des Sittlichen sei. Aber was heißt „gerecht?“

„Suum cuique“ sagten die Alten: Platon, Aristoteles, Cicero, das ganze römische Recht, „jedem das Seine“; jedem, was ihm zusteht. Warum steht überhaupt jemand etwas zu?

Die jüdisch-christliche Antwort auf diese Frage liegt in der Geschöpflichkeit. ln der Geschöpflichkeit des Menschen ist sein Recht auf Leben, seine Würde als Gottes Ebenbild mitgesetzt; das steht ihm zu. Niemand hat das Recht, seine Existenz oder seine Würde zu verletzen. Auch die Natur - Boden, Wasser, Luft, (Mineralien, Pflanzen und Tiere sind Geschöpfe Gottes, denen das Recht auf Existenz, Würde und Unverletzlichkeit zusteht.  „Ehrfurcht vor dem Leben“ hat Albert Schweitzer dieses Prinzip genannt und damit auch an den ursprünglichen Schöpfungsauftrag aus Gen 2 erinnert, den Garten Eden nicht nur zu „bebauen“, sondern auch zu „bewahren“. Die Umweltzerstörung ist nichts anderes als eine Verletzung des Rechtes, das der Natur zusteht.

„Sei gerecht!“ - Es gibt daneben auch eine abgeleitete Gerechtigkeit, die aus der Arbeit des Menschen stammt.  Man kann einer Sache gerecht werden, daß heißt, sie so behandeln, wie es ihr zusteht und das beschränkt sich keineswegs darauf, was sie ökonomisch wert ist. Wiederum kann man „ eine Sache auch überpfleglich behandeln, gerade weil man sie überschätzt, vielleicht sogar die Sache über den Menschen stellt, die abgeleitete Gerechtigkeit, des Geldes z.B., über die ursprüngliche Gerechtigkeit des Menschen oder der Natur. Zur Sachgerechtigkeit gehört auch der gerechte Preis, wie sich aus der Arbeit auch Ansprüche der Menschen untereinander in Form des gerechten Lohnes ergeben.

Gerechtigkeit ist vierdimensional. Sie bezieht sich auf die Natur als Ökologische Verträglichkeit; sie meint das dem einzelnen Zustehende als das Menschengemäße; sie zielt auf das, was die größere Gemeinschaft fördert, als das „Sozia“  verträgliche, sie meint die Partizipation an Geld und Macht, die partnerschaftliche Verteilung auch der Geschlechterrollen und zwischen den Völkern (vgl. Klaus Fütterer: „Streit um die Arbeit“, Kreuz Verlag).

„Sei gerecht!“ - Wir sehen, daß die Tugend der Gerechtigkeit zunächst jemand oder eine Sache zur richtigen Entwicklung kommen lassen will und erst im zweiten tritt dann auch die Strenge der Eingrenzung auf, dann nämlich, wenn Recht gegen Recht stößt, wenn abgewogen, vermittelt werden muß.  Um einem Mißverständnis vorzubeugen: „Jedem das Seine“, heißt nicht „jedem das gleiche“. Gerechtigkeit ist nicht Gleichmacherei. Aber der Streit ist alt, wonach sich das Recht bemißt: nach dem Erfolg, nach dem Anstrengungsgrad, nach der sozialen Lage, nach dem Alter, nach dem Bildungsniveau, nach der körperlichen oder der geistigen Leistung?  Wie die Klugheit, so ist auch die Gerechtigkeit darauf angewiesen, von den anderen Pferden des Viergespanns flankiert zu werden. Ohne Mut ist das eigene und fremde Recht nicht zu verwirklichen; ohne Klugheit, ohne nüchterne Einsicht in das Zustehende kann keine Zuordnung von Rechten getroffen werden und ohne das rechte Maß kann sowohl fremder wie eigenes Recht ebenso unter- wie überschätzt werden.

Sitzt die Liebe auf dem Kutschbock, so kann die Gerechtigkeit zu jenem lebendigen Strom werden, indem Leben gedeiht so wie es die Bibel sagt. „Es soll das Recht offenbart werden wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein großer Fluß“ (Amos 5,24). Dann wird auch Partnerschaft möglich. Sitzen

Geiz, Habsucht oder Macht auf dem Kutschbock, so korrumpiert Gerechtigkeit zur Rechthaberei oder zum eingrenzenden Herrschaftsinstrument oder gar zur gnadenlosen Konkurrenz. Wie die Klugheit, so kommt erst recht die Gerechtigkeit nicht bloß von außen durch Gesetze, Verordnungen, Verbote und Gebote, sondern von innen als Ausdruck von Leben und Leben lassen.

Schließen wir diesen Punkt mit einem Ausspruch von Cicero:

„Auf Grund von Gerechtigkeit vor allem werden Menschen gut genannt, in ihr ist der Glanz der Tugend am größten.“

Das wirft auch ein Licht auf die Tatsache, warum es der Bibel so dringlich um die Wiederherstellung der verlorenen Gerechtigkeit vor Gott geht, die Wiederherstellung dessen, was der Mensch eigentlich Gott schuldet. Die Frucht der Gerechtigkeit ist der Friede.

3. „Sei mutig!“ -

Mut oder Tapferkeit ist eigentlich die klassische Soldatentugend. Ais Mut zum Risiko mag sie den Kaufmann auszeichnen, den Techniker wohl kaum. Wenn der Mut hier unter die vier Kardinaltugenden aufgenommen wird, wie ist er zu verstehen?

Handeln trotz Angst...Mut gibt es nur da, wo Kampf ist und damit die Möglichkeit zu fallen, zu verlieren, verletzt zu werden, unterzugehen.  An vielen Stellen ist das Leben ein Kampf und erfordert Mut. 
Es wäre ein Irrtum zu glauben, Gerechtigkeit und Wahrheit würden sich ohne Einsatz der Person gewissermaßen „von selbst“ durchsetzen. Bis heute erfordert das Durchhalten und Durchsetzen des christlichen Glaubens den Einsatz des Lebens bis zum Märtyrertod.

Damit kein Mißverständnis entsteht: Es geht nicht um eine krankhafte Lust am Leiden. Gesundheit, Glück, Erfolg, sind  Güter, die nicht einfach übermütig - hochmütig weggeworfen werden dürfen, wohl aber aufs Spiel gesetzt, wenn es gilt, höhere Güter zu bewahren. Allzu oft werden Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit mit sich selbst und anderes auf dem Altar der Anpassung an Macht und Sachzwänge geopfert. 

„Sei mutig!“ - Auch das ist nicht leicht. Gerade die biblischen Vorbilder, nicht zuletzt Jesus, zeigen, daß Mut nicht so sehr im scharfen, zupackenden Angriff besteht, sondern vielmehr im „Standhalten statt Flüchten“ (H.E. Richter).  Wir haben gesehen, daß schon das Verstehen, das der Wahrheit-ins-Auge-blicken Mut erfordert. Ebenso die Verwirklichung und Erhaltung von Gerechtigkeit. Dieser zähe Mut zum Standhalten und Durchhalten und für die mühsamen kleinen Schritte ist gepaart mit Geduld und Ausdauer. Die Bibel verwendet immer wieder den Begriff der Lang-Mütigkeit, womit nicht eine dumpfe Eselsgeduld gemeint ist, sondern eher jene klarsichtige Entschlossenheit, die sich durch Mißerfolge - nicht in Traurigkeit und Resignation - herabziehen läßt.  Wiederum gilt auch hier der Mut braucht die anderen Tugenden.

Mut, der nicht von der Klugheit informiert ist, stürzt sich nur unnütz ins Getümmel und holt sich vorzeitig einen blutigen Kopf. Mut, der nicht der Gerechtigkeit dient, richtet Schaden an und zerstört. Mut, der nicht gebändigt ist durch das rechte Maß, wird zum Hochmut und Übermut bis zur Tollkühnheit.

3. „Halte das rechte Maß“ –

Maßhalten, Mäßigkeit - die Begrifflichkeit, wird mißlich, wenn man versucht, das lateinische temporantia zu übersetzen.  Das klingt nach Einschränkung, Mittelmäßigkeit, nach Entschärfen und Kleinermachen, - eher negativ.  Aber temporantia ist einfach das langsamste Pferd im Viergespann der Kardinaltugenden, der Bremser für die andern.  Eher feuert sie die andern an, besser zusammenzuwirken, sich nicht zu behindern, im rechten Moment die Kraft einzusetzen. Vielleicht wäre es besser, die alten Worte „Zucht“ oder „Disziplin“ dafür zu setzen.

Klugheit versucht, die ganze Wirklichkeit zu erfassen, Gerechtigkeit blickt auf andere, auch Mut erfordert eine gewisse Selbstvergessenheit, aber „Zucht“ meint die innere Ordnung bei mir selbst. Ich kann das Gute nicht sehen, erst recht nicht verwirklichen, wenn ich selbst meine innere Ordnung verloren habe.

Wir wissen heute durch die Psychosomatik und Psychotherapie viel zu viel vom Menschen, um diese Zucht, das Halten des richtigen Maßes, noch mit Beherrschtheit und Kontrolle verwechseln zu können. Also nicht: Beherrsche dich! Zeig keine Wirkung, kontrolliere dich. Diese Pseudodisziplin, die im Geschäftsleben üblich ist, bringt ja nichts weiter als Verspannungen, Verkrampfung, Energiestaus, die zerstörerisch wirken. Aber „gehen lassen“ darf ich mich doch auch nicht?  Wie soll ich zur Zucht kommen ohne willentliche Beherrschung?  Erinnern wir uns, daß die ‚rügenden nichts sind, was von außen an uns herangetragen wird, auch keine selbsterstellten Gebote und Verbote, sondern, daß sie aus dem gegenüber der Liebe Gottes geöffneten Personkern herauswachsen. Gerade weil die Zucht ist nicht die momentane Beherrschung von Aggressionen sondern die gewöhnliche alltägliche Pflege der Person an Leib, Seele und Geist, das Zeithaben für sich, das sich Zeit nehmen für sich, das Ernstnehmen der eigenen Bedürfnisse.  Die Bibel weist in ihrem Grundgebot „Liebe deinen Nächsten!“ mit dem Zusatz „wie dich selbst“ darauf hin, daß es einen tiefen Zusammenhang gibt, zwischen dem Verständnis von sich selbst und Verhalten zu sich selbst und dem Verständnis und Verhalten gegenüber anderen.

Das Geheimnis des für mich richtigen Maßes meines sittlichen Handelns liegt in mir selbst. Ich bin nicht ?J3raham, nicht der Prophet Amos oder Jeremias, nicht Jesus oder irgend ein Heiliger, sondern ich bin Klaus Fütterer und werde nach dem gemessen und mich verantworten müssen, wozu ich da bin, was meine Aufgabe ist. Die Tugend des richtigen Maßes zu entwickeln, heißt deshalb nicht zuletzt, meine Identität zu finden, den Pfad der Ehrlichkeit zu gehen, um glaubwürdig zu sein.

Schluß:

Ich schließe diese Beschreibung des. Viergespanns der Kardinaltugenden oder ethischen Grundsätze „Sei klug - Sei gerecht - Sei mutig - und halte das richtige Maß!“ Mit dem Hinweis auf den katholischen Philosophen Josef Pieper dem ich wesentliche Impulse für dieses Referat verdanke. Vielleicht sind sie enttäuscht, weil Sie Konkreteres erwartet haben. Aber ethische Grundsätze beziehen sich nun einmal auf das ganze ungeteilte Leben. Und so betrachtet darf eine Geschäftsethik nicht etwas anderes für gut halten als eine Familienethik, und ethische Grundsätze sind notwendig allgemein und keine gezielte Handlungsanweisung für die vielerlei Alltagsprobleme.


Änderungsstand: 19. Februar 2002 - Copyright © 2001 by Pfarrer Klaus Fütterer
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