Scientology - Eine Einführung

Einleitung

Wir laden Sie zu einer Einführung in die Grundlagen der Scientology ein. Scientology wurde von dem amerikanischen Philosophen L. Ron Hubbard (1911-1986) entwickelt.

Das Wort Scientology ist gebildet aus dem lateinischen Wort scire, was wissen oder unterscheiden bedeutet, und dem griechischen Wort logos, was in etwa mit „Lehre von" zu übersetzen ist.

Die Scientology ist für Menschen wie Sie und mich entwickelt worden, um sich selbst und das Dasein neu zu betrachten und so Erkenntnisse darüber zu gewinnen und vor allem die Zustände von sich und seinen Mitmenschen zu verbessern. Die Fähigkeit, für das Leben zu lernen und Erkenntnisse in die Tat umzusetzen, ist für jedes Individuum und für jede Gruppe von ausschlaggebender Bedeutung, denn man wird in dem Maß lebendig sein, wie man fähig ist, zu lernen.

Am liebsten würden wir den Autor Hubbard selber zu Ihnen sprechen lassen und ihn zitieren. Doch sind uns solch umfangreiche Zitate von dem Copyright-Inhaber (die übergeordneten Organisationen, die die Scientology-Kirche kontrollieren) verboten. Daher wurde diese Einführung neu formuliert, auch auf das Risiko hin, dass eine gewisse Verfälschung gegenüber dem Original hier aufgrund von Mißverständnissen eingeführt werden. Falls Sie sich entschließen sollten, Scientology zu studieren, bestehen Sie darauf, dass Sie ausschließlich Original L. Ron Hubbard-Texte studieren. Nur dann können Sie sicher sein, nicht mit einem Abklatsch von Scientology abgespeist zu werden.

Diese Zeilen sollen eine Anregung für Sie sein, sich selbst neu zu betrachten und sich ein paar Gedanken dazu zu machen und sich etwas besser zu verstehen - vielleicht gewinnen Sie letztlich eine neue Sicht des Lebens.


Kapitelübersicht für diese Einführung:


Das geistige Wesen

Wir alle fragen uns immer wieder: Was macht den Menschen aus? Was motiviert ihn? Was macht ihn menschlich, was macht ihn unmenschlich? Was liegt seiner Individualität zugrunde?

Ist der Mensch nur die Summe seiner Erfahrungen? Ist das bewusste Dasein gar nur eine Illusion? Ist letztlich jeder Impuls auf Erfahrung gegründet? Die Annahme, dass das Geistige im Menschen im Grunde vom Körper herrührt und vom ihm abhängig ist, brachte nur mehr Verwirrung und war letztlich nicht nachweisbar.

Offensichtlich kommen die besonderen Eigenschaften, die ein Individuum ausmachen und wirklich unverwechselbar machen, von einer Quelle, die wir mit physikalischen Mitteln nicht wahrnehmen können, also nicht sehen, riechen oder tasten können. Man kann es nennen wie man will: Geist, geistiges Wesen, Seele, Psyche, Individuum, oder das Selbst, dies alles sind Begriffe oder Synonyme für das Phänomen, das man allgemein als das Ich betrachtet. Es kann durch Erfahrungen, Erziehung gestärkt, getrübt werden oder sogar scheinbar verschwinden aber es ist immer da. Diese scheinbare Unerklärlichkeit der Psyche ist seit jeher Inspiration für Lyriker und Mystiker gewesen, ist sie doch für jedes empfindsame Wesen wahrnehmbar.

In der Scientology betrachten wir den Menschen als ein geistiges Wesen, nicht als Körper oder einen Teil des Körpers. Das geistige Wesen wir nennen es Thetan besitzt einen Körper und verwendet ihn als Mittel, um in diesem physikalischen Universum zu spielen.

Der Mensch ist ein individuelles geistiges Wesen mit besonderen Fähigkeiten, er ist etlichen äußeren Einflüssen unterworfen und er ist auch oft deutlich geprägt von seinen Erfahrungen. Der Mensch als ganzes ist ein Kompositum aus all diesen Faktoren, die ineinander verwoben sind, und seine Individualität ausmachen.

Jedes ausgeklügelte System, jeder noch so geniale Computer, jede raffinierte Kalkulation menschlichen Verhaltens wäre ohne ein intelligent denkendes geistiges Wesen wie SIE völlig hilflos und handlungsunfähig. Niemals wird es eine Maschine oder ein System geben, das sich selbst so intelligent lenkt wie ein geistiges Wesen.

Und nur ein geistiges Wesen kann LEBENDIGE Beziehungen zu Personen und Dingen haben und pflegen.

In den letzten Jahrzehnten gab es auch im wissenschaftlichen Bereich eine Annäherung an das Phänomen des geistigen Wesens: Ärzte wie Raymond Moody oder Elisabeth Kübler-Ross belegten durch ihre Forschung an Personen, die Nahtoderfahrungen gemacht hatten, dass der Mensch ganz klar ein geistiges Wesen ist, das alles wahrnehmen und speichern kann. Bei Tausenden von Menschen konnten sie klar feststellen, dass diese sich nach Verlassen des Körpers als geistiges Wesen erlebt hatten und auch Fähigkeiten als normal empfunden hatten, die uns staunen lassen: Die Kommunikation war völlig frei und losgelöst von den Gesetzen von Raum und Zeit, die telepathischen Fähigkeiten waren enorm ausgeprägt und die Personen konnten alle Umstände ihre Beinahetodes genauestens schildern. Dieser Umstand entkräftet auch das Argument vieler Ärzte, Nahtoderfahrungen seien Halluzinationen aufgrund niedrigerer Sauerstoffkonzentrationen im Gehirn.

Der Mensch ist nicht bloß die Summe seiner Gene, er ist weder einfach ein Körper, noch das Resultat seiner Sozialisation. Alle diese Dinge spielen eine enorme Rolle in unserem Leben, aber die Hauptrolle spielen Sie: Sie, das unsterbliche Individuum.

Auch wenn es oft nicht greifbar ist, so spürt doch jeder in sich den Drang, erfahren zu wollen, wer man eigentlich ist, was einen ausmacht. Und dies ist eine Eigenschaft, die allen Wesen gemein ist: sie wollen sich erfahren, aus früheren Handlungen lernen und die Qualität ihres Daseins verbessern.

In Scientology erkennen Sie selbst die Antworten auf diese Fragen. Sie mögen schon heute glauben, dass Sie ein unsterbliches Geistiges Wesen sind, mit den Verfahren der Scientology werden Sie mehr erreichen: Sie werden wissen, dass Sie es sind.

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Die Motivation zum Leben

Jeder von uns stellt sich oft eine Vielzahl von Fragen: Mache ich meine Arbeit gut genug? Bin ich egoistisch, wenn ich keine Überstunden machen will? Wie bringe ich meine Kinder dazu, die Hausaufgaben zu machen? Liebt meine Frau mich noch? Warum setzen so viele die Natur und die Umwelt für Macht und Profit aufs Spiel? Warum ist der Mann meiner Freundin so gemein zu ihr? Wie kommt es, dass ich mich immer so über Ungerechtigkeiten aufrege? Offensichtlich beschäftigen Fragen wie diese jeden Mann, jede Frau und jedes Kind.

WARUM gehen uns denn all diese Dinge so nahe? Vieles davon geht uns doch im Grunde gar nichts an... Aber warum sind wir denn erleichtert, wenn der Schurke im Kinofilm besiegt wird, oder wenn der Lehrer unser Kind endlich wieder lobt, oder wenn der Chef uns anerkennend auf die Schulter klopft? Warum ist dies so? Sind das nicht völlig unterschiedliche Bereiche und Situationen?

In Wirklichkeit haben sie einen gemeinsamen Nenner, und dieser gemeinsame Nenner ist ÜBERLEBEN! Und Überleben bedeutet für uns Fortdauer von Dingen oder Zuständen, die wir behalten möchten, auch wenn es „nur“ um das Lieblings-Stofftier der kleinen Tochter, das 12 Jahre alte Auto, mit dem so viele Erinnerungen verbunden sind, oder die kriselnde Ehe des Arbeitskollegen geht. Wenn irgend etwas, das wir gern hatten oder mit dem wir emotional verbunden waren, verschwindet, erleiden wir einen Verlust. Zwar wäre es nicht besonders bedrohlich, wenn Omas Kaffeekanne zerbricht, wir keine Gehaltserhöhung bekommen oder wenn unser Kind eine schlechte Note in Geschichte bekäme. Aber für uns persönlich bedeutet es eine Einschränkung unserer Überlebensfähigkeit. Und betrachten Sie dies: Wie lebendig fühlen Sie sich, wenn Sie frisch verliebt sind, wenn Sie eine schöne Gehaltserhöhung bekommen, oder wenn sich ein Freund bei Ihnen für Ihre Hilfe bedankt.

All dies hat mit ÜBERLEBEN zu tun, mit ihrem Überleben und dem Überleben von allem, was ihnen lieb ist – von ihrem eigenen Körper über das Wohlergehen Ihrer Freunde bis hin zu den verblichenen Photos Ihrer Großeltern. Von all diesen Dingen möchten wir also, dass sie fortbestehen, dass sie „überleben“. Unsere Stimmung hängt also sehr davon ab, ob sich überlebensfreundliche oder überlebensfeindliche Dinge in unserer Umgebung befinden. Die Umgebung wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich wahrgenommen, denn die Wahrnehmung der objektiven Umgebung kombiniert sich mit den Erfahrungen und Schlussfolgerungen der Vergangenheit.

Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie stark dieser Überlebensdrang beim Menschen, aber auch in der Pflanzen- und Tierwelt, zum Tragen kommt. Die Pflanze, die sich durch den Asphalt hindurch an die Sonne drängt, die Fähigkeiten, die Menschen wie auch Tiere erlangen, um überleben zu können, wenn ihre Umwelt sich verändert, sind von solch einer Vielfältigkeit, das wir oft darüber staunen.

Wir alle versuchen tagtäglich, unser Leben und unser Verhalten auf ein möglichst optimales Überleben auszurichten und unser Verstand arbeitet fieberhaft daran, möglichst gute Lösungen für auftretende Probleme zu präsentieren, die das Überleben behindern könnten. Auch der reaktive Verstand, dem wir uns bald zuwenden werden, hat als oberstes Prinzip Überleben, doch bedient er dieses Prinzip auf eine andere Art und Weise, die Ihnen, dem geistigen Wesen, die Entscheidungsfreiheit nimmt. Doch dazu kommen wir später.

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Der Verstand

Wohin schauten Sie, als Sie gerade nachdachten? Wahrscheinlich schauten Sie um sich herum irgendwo in den Raum und betrachteten ein Bild vom Urlaub, stimmt´s? Hier ist der Speicherort für Ihre Erinnerungen und Ihre Bilder, für Ihre Gedanken und Ihre Gefühle: Ihr Verstand. Ihr Verstand ist ein Netz von Bildern, die von Erfahrungen des Individuums gemacht und von ihm aufbewahrt werden, er speichert und verwaltet Ihre Aufzeichnungen sorgfältig und benutzt sie, um daraus Schlussfolgerungen für auftretende Probleme zu ziehen. Der Verstand ist heutzutage gut mit den Begriffen der Computertechnologie zu beschreiben. Es ist offensichtlich kein Zufall, dass die modernen Computer so strukturiert sind, wie wir sie jetzt benutzen, denn ihre Funktionen haben gewisse Ähnlichkeiten mit unserem Verstand, nur dass dieser weitaus ausgeklügelter ist.

Für jedes Thema und jede Art von Wahrnehmung sind unendlich viele Ordner und Speicherplätze vorhanden. Ein Autofahrer hat spezielle „Ordner“ für die verschiedenen Wahrnehmungen wie Autogeräusche, Verkehrssituation und Geschwindigkeit. Beim Fahren reagiert er „automatisch“, aber doch wissentlich auf die jeweiligen Situationen. Man kann sagen, dass der Fahrer seinen Wagen mit Hilfe einer mentalen Automatik lenkt, doch ist diese Automatik auch Teil seines Verstandes. Alle angeeigneten Daten wie Erinnerungen und Gelerntes verknüpfen sich mit den entsprechenden Schlussfolgerungen des Individuums, die ebenfalls Teil des Verstandes sind. Wenn Sie z.B. in der Vergangenheit die Schlussfolgerung machten, dass das Fahren im Dunkeln riskant ist, dann werden Sie bei Dämmerung instinktiv langsamer fahren als sonst.

Der Verstand hat verschiedene Abteilungen, die wir uns nun ansehen werden.

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Der analytische Verstand

Der Fähigkeit, analytisch zu denken und sich bewusst selbst zu lenken, ist es zu verdanken, dass wir dazu lernen können; ohne sie würden wir sicherlich noch wie wilde Tiere leben. Analysieren ist griechisch für zergliedern, einteilen. Es bedeutet also auch kategorisieren, d.h. Ähnlichkeiten als ähnlich zu erkennen, Gleiches als identisch zu erfassen und Unterschiede zu benennen. Das sind die Fähigkeiten des Analytischen Verstandes: Identitäten, Ähnliches und Unterschiedliches auseinander zu halten.

Der analytische Verstand, auch bewusster Verstand genannt, ist Quelle der willentlichen Handlungen und er ist das wichtigste Werkzeug des Thetans (Mit Thetan meinen wir die Person selber - nicht ihren Körper oder ihren Namen, das physikalische Universum, ihren Verstand oder sonst irgend etwas; das, was sich dessen bewusst ist, bewusst zu sein; diejenige Identität, die das Individuum ist. Dieses Etwas wurde verschiedentlich als Seele, Geist, Ich o.ä. bezeichnet. Um Verwechslungen und Verwirrungen mit anderen Gedankensystemen zu vermeiden, benutzen wir dieses neu geprägte Wort: Thetan. Siehe auch oben, Kapitel „Das geistige Wesen“). Er ist eine Steuereinheit, die in jedem Augenblick Wahrnehmungen der Gegenwart mit Erinnerungen verknüpft und dabei versucht, Lösungen für die nahe oder ferne Zukunft zu kreieren. Der analytische Verstand nimmt die Daten der Vergangenheit, schätzt sie ein und entwickelt daraus Lösungen.

Jeder überlegten Handlung geht also ein gewisser Denkprozess voraus, der die entsprechenden Daten benutzt und umsetzt. Nur selten sind wir uns der Datenmenge und Geschwindigkeit bewusst, mit der wir es hier täglich zu tun haben. Wenn Sie jemals jemanden bezüglich seines neuen Arbeitsplatzes orientieren mussten, können Sie vielleicht feststellen, wie viele Daten Sie vermitteln mussten, damit der neue Kollege gut instruiert war.

Wenn wir z.B. eine Autopanne haben und Hilfe brauchen, denken wir blitzschnell: „Ist es gefährlich, hier stehen zu bleiben?“ „Ich muss das Warndreieck aufstellen.“ „Was kann der Defekt sein... habe ich vergessen zu tanken?“ „Habe ich das passende Werkzeug dabei?“ „Wie ist die Nummer vom Pannendienst?“ Und sofort haben wir eine ganze Reihe von Daten zur Verfügung, die der analytische Verstand uns präsentiert und mit denen wir bewusst denken und sie zu Lösungen kombinieren können. Viele Denkprozesse erfordern eine gewisse Zeit, um sich zu erinnern und die verschiedenen Daten auszuwerten. Wir haben eine ziemlich gute Kontrolle über das, was in solchen Momenten geschieht, wir nehmen bewusst wahr, treffen eine bewusste Entscheidung und handeln bewusst.

UM SINNVOLL UND BEWUSST HANDELN ZU KÖNNEN, BRAUCHT DER MENSCH DATEN IN FORM VON ERINNERUNGEN, WAHRNEHMUNGEN, SOWIE KREATIVITÄT. Ohne kreatives Üben wird das Lernen zu einem stumpfen Einpauken von Sätzen, Formeln oder Vokabeln und nur durch sinnvolles Lernen, das auf ein Tun abzielt, wird das neue Wissen wirklich im analytischen Verstand integriert. Beim Lernen einer neuen Tätigkeit wird der Verstand mit riesigen Datenmengen gefüttert, die es zu analysieren und zu verknüpfen gilt. Durch gründliches Üben werden schließlich Fertigkeiten erworben, die im Idealfall ohne viel Nachdenken angewandt werden können.

So weit so gut - aber wie kommt es, dass wir unseren analytischen Verstand nicht immer in einer Weise benützen können, die uns zugute kommt? Was steckt dahinter, dass wir manchmal Situationen buchstäblich ausgeliefert sind und unsere Handlungsfähigkeit beeinträchtigt wird?

Hier kommt der reaktive Verstand ins Spiel, mit dem wir uns nun befassen.

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Der reaktive Verstand

Der analytische Verstand macht es uns also möglich, Erinnerungen und Erfahrenen intelligent zu verwalten und so die Probleme des Alltags zu lösen. Der analytische Verstand agiert, seine Handlungen basieren auf wirklichen Beobachtungen, die er gemacht hat und er entscheidet, was zu tun ist. Und: Die Handlungen des analytischen Verstands sind veränderlich und flexibel.

Der reaktive Verstand hingegen, wie der Begriff schon verrät, re-agiert, seine Vorgänge sind Hemmung oder Zwang pur.

Der Mensch erträgt einiges an Kummer, Schock, Schmerz und Leid. Übersteigt dies aber das Maß an Belastung und Stress, den das Individuum ertragen kann, schaltet sich der analytische Verstand zu einem gewissen Grade ab. Es brennt sozusagen eine Sicherung durch. Als Ersatz setzt sich der reaktive Verstand in Betrieb. Entsprechend dem analytischen Verstand zeichnet er in dem Zeitraum verminderten Bewusstseins sämtliche Wahrnehmungen und Umstände auf und ordnet diese in eine für ihn logische Kette von ähnlichen Geschehnissen ein. Sein Prinzip lautet hierbei auch ÜBERLEBEN, allerdings in der Gestalt, dass er das Individuum durch die Gleichsetzung ähnlicher Geschehnisse vor ähnlichen Folgen bewahren will. Dies ist für Tiere sehr wertvoll und schützt sie in vielen Fällen. Für den denkenden Menschen ist dies jedoch ein tragischer Fehler.

Herr Meier ist nicht so wie sein Vater, auch wenn er ähnlich aussieht und es ist nicht von Vorteil, vor Herrn Meier zu kuschen, so wie man früher den Schlägen des Vaters entgehen konnte. Doch der reaktive Verstand versucht, weiteres Leid zu vermeiden und schaltet die Alarmlampen im Verstand an: Vorsicht, eine ähnliche Situation wie damals, als... Für den reaktiven Verstand existiert keine Zeit, es existieren für ihn nur Ähnlichkeiten zu früheren traumatischen Situationen oder Momenten, in denen die Person von körperlichem oder geistigem Schmerz überwältigt wurde und ihr Überleben mehr oder weniger stark bedroht war.

Geschehnisse, die frühere, ernsthafte Geschehnisse restimulieren (reaktivieren) können also die Person beeinflussen:

Durch das Vorhandensein von Geschehnissen, die tatsächlichen Schmerz oder tatsächlichen Verlust enthalten, wird die Person bei einer solchen Restimulation offen für eine negative Auslegung des Geschehens durch den reaktiven Verstand. Mit anderen Worten, wenn die gegenwärtige Situation einem Geschehnis ähnelt, das eine wirkliche Bedrohung für das ÜBERLEBEN war, vermindert sich die Leistung des analytischen Verstands, und der reaktive Verstand zwingt dem Individuum ein bestimmtes Verhaltensmuster auf. Je mehr Ähnlichkeiten zu solchen Geschehnissen auftreten, desto heftiger ist die Restimulation. DER REAKTIVE VERSTAND IST NICHT ZU UNTERSCHEIDUNGEN FÄHIG, ER IST AUSSCHLIESSLICH IN DER LAGE, AUF MOMENTE DES LEIDENS ODER DER GEFAHR ZU RE-AGIEREN.

Diese Macht des Unterbewussten gründet sich auf Unbekanntsein und Zeitlosigkeit. Für den reaktiven Verstand existiert keine Zeit, denn für ihn existiert es jetzt.

Bei jeder Verletzung und besonders bei stärkerer Bewusstlosigkeit zeichnet der reaktive Verstand das Geschehnis sorgfältig auf, mit allen dazu gehörenden Wahrnehmungen wie gesprochene Worte, Gerüche und Empfindungen. Ähneln auch nur einige wenige Dinge der Gegenwart jenen Geschehnissen, die im reaktiven Verstand aufgezeichnet sind, werden diese Geschehnisse aktiviert und dem Individuum wird suggeriert, dass sich diese Bedrohung oder dieses Leid in der Gegenwart befindet. Es wurde bewiesen, dass Patienten sogar unter Narkose Unterhaltungen und Kommentare in ihrer Erinnerung aufnehmen, ohne Bewusstsein darüber zu haben. Glücklicherweise gibt es immer mehr Ärzte, die ihr Verhalten diesbezüglich verändert haben.

Lawrence West beschreibt in seinem Buch „Das Leben verstehen“ den interessanten Fall einer Frau, deren Chirurg die Operation, während sie unter Vollnarkose stand, mit den Worten einleitete: „Mein Gott, was für einen unappetitlichen Fleischberg haben sie mir da wieder einmal serviert!" Nach der Operation wurde die Genesung der Frau durch Anspannung, Reizbarkeit, leichtes Fieber, schlechten Appetit und Verdauungsprobleme behindert. Sieben Tage später erinnerte sie sich plötzlich (aus unerklärlichen Gründen) an die Beleidigung und beschwerte sich bei einer Krankenschwester darüber. Sie fand heraus, dass solche Bemerkungen tatsächlich gefallen waren, und innerhalb von 12 Stunden lösten sich die Komplikationen und sie wurde nach Hause entlassen.

Der französische Gynäkologe und Geburtshelfer Frederic Leboyer revolutionierte die Geburtshilfe mit der "sanften Geburt", also einer Geburt, die in einem Umfeld stattfindet, das dem Baby sowenig Streß wie möglich zumutet, kein grelles Licht, keine Gespräche oder Geräusche während des Geburtsvorganges etc. Es ist mittlerweile erwiesen, dass diese Form der Geburt für das Baby kein traumatisches Geschehnis ist und das Kind eine gesündere Entwicklung durchläuft.

Dies demonstriert die Macht, die unser Unterbewusstsein – oder sagen wir besser unser reaktiver Verstand – auf uns hat. Alle unerklärlichen Ängste, alle Zwänge, Hemmungen und unerwünschten Gefühle stammen aus dem reaktiven Verstand. Er ist für das Vorhandensein von psychosomatischen Krankheiten verantwortlich.

Die Art und Weise, wie sich traumatische Geschehnisse auf eine Person auswirken, ist sehr unterschiedlich und von verschiedenen Faktoren abhängig:

1. Die Tiefe der Bewusstlosigkeit. In Vollnarkose ist der reaktive Verstand wesentlich empfänglicher für Suggestionen als in einer Schrecksekunde oder bei einer kleinen Verletzung.

2. Die Stärke des Individuums. Ein Mensch, der intensiv an seinen Vorhaben arbeitet und aktiv im Leben steht, wird weniger vom reaktiven Verstand beeinflusst werden, da seine Kraft diesen Inhalten entgegenwirkt.

3. Der momentane Zustand des Individuums. Wer körperlich müde oder anderweitig geschwächt ist, wird anfälliger sein für jede Art von negativer Beeinflussung.

4. Frühere, ähnliche Erlebnisse, die sich zu dem späteren Geschehnis hinzuaddieren und weiteres reaktives Material enthalten, erhöhen die Wirkung oder potenzieren sie sogar.

Es gibt darüberhinaus noch Faktoren im Leben, die den Zugriff des reaktiven Verstandes auf Ihr Leben und Ihre Entscheidungsfähigkeit noch verstärken können:

  1. Eine bedrohliche Umgebung
  2. Minderwertige Nahrung durch einen Mangel an Vitaminen, Mineralien sowie das Vernachlässigen des Körpers
  3. Alkoholkonsum
  4. Drogen
  5. Zu wenig körperliche Bewegung
  6. Die dauernde Beschäftigung mit deprimierenden oder destruktiven Dingen
  7. Fernsehen
  8. Körperliche Krankheiten
  9. Ständige Konflikte mit Freunden, Verwandten und Bekannten
  10. Allgemeine Passivität im Leben
  11. Kein Verfolgen von eigenen Zielen
  12. Keine guten Freunde haben
  13. Eine negative, pessimistische Lebensphilosophie

Sie können daher durch folgende, einfache Abhilfen dafür Sorge tragen, dass der Einfluss des reaktiven Verstandes gemindert wird:

  1. Keine ständige Beschäftigung mit bedrohlichen Nachrichten
  2. Eine gute Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralien sowie das allgemeine Pflegen des Körpers
  3. Keinen Alkoholkonsum
  4. Keine Einnahme von Drogen
  5. Körperliche Betätigung, zumindest täglich eine halbe Stunde spazieren gehen.
  6. Die Beschäftigung mit Dingen zu vermindern, die verstimmend wirken
  7. Allgemeine Weiterbildung
  8. Körperliche Krankheiten behandeln lassen, soweit die Ärzte eine Heilung dafür haben.
  9. Das Lösen von Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen
  10. Das Verfolgen von angenehmen Aktivitäten
  11. Das Setzen und Verfolgen eigener Ziele
  12. Die Beziehungen zu guten Freunden und den Menschen, die Ihnen wichtig sind, pflegen
  13. Eine möglichst positive Lebensphilosophie gewinnen

Viele dieser Punkte können Sie selbst umsetzen, bei einigen werden Sie Hilfe benötigen. Wichtig ist, sich darüber bewusst zu werden, dass es verbesserungswürdige Punkte in ihrem Leben gibt und dass Sie als geistiges Wesen dazu in der Lage sind, diese zu ändern.

Im Auditing arbeiten wir konkret an der Entladung traumatischer Geschehnisse, die im reaktiven Verstand gespeichert sind, um so den Zugriff des reaktiven Verstandes auf Ihr Leben und Ihre Entscheidungsfähigkeit mehr und mehr zu vermindern.

Wie das funktioniert, können Sie im Abschnitt "Auditing" erfahren.

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Die Ziele von Scientology

Das Ziel von Scientology ist die Wiedererlangung der Freiheit des einzelnen Wesens für sich selbst, in Verbindung mit seiner Umgebung, seinen Spielen und anderen Wesen.

Wir freien Scientologen sehen in der Selbstbestimmung das höchste Gut des Wesens und bemühen uns vorrangig, sie zu verbessern und zu respektieren. Das heißt für praktizierende Auditoren vor allem, die Wünsche und Ziele der Person, die sie behandeln, zu tolerieren, da jedes Wesen die Freiheit hat, seine eigenen Erfahrungen zu machen, und wir nicht der Ansicht sind, das Recht zu haben, uns in diese Entwicklung einzumischen. Der Auditor ist Partner und Freund auf dem Entwicklungsweg, aber er wendet niemals Druck oder einschränkende Mittel an, um zu helfen.

Wir streben eine Form des Zusammenlebens an, in der jedes Wesen sich selbst verwirklichen kann, aber gleichzeitig auch die Bedürfnisse und Nöte seiner Umgebung wahrnehmen und respektieren kann. Das Leben soll entlang aller acht Dynamiken harmonisch verlaufen und die Chance für alle bringen, sich weiterzuentwickeln.

Die freien Scientologen wünschen sich zudem noch eine friedliche, konstruktive Partnerschaft mit anderen Glaubensrichtungen oder Formen der Selbsterfahrung- und entwicklung. Wir möchten uns nicht ausgrenzen, sondern im Gegenteil gemeinsam mit anderen Menschen, die auch an Fortentwicklung interessiert sind, dazu beitragen, dass das Positive in jedem Wesen gestärkt wird und sich durchsetzen kann, denn wir sind der festen Überzeugung, dass wir alle gemeinsam es in der Hand haben, wie sich das Leben auf diesem Planeten weiterentwickeln wird. Das beginnt mit der Arbeit an sich selbst und weitet sich aus auf das Bewußtsein, andere Personen und Spiele wahrzunehmen, sie zu unterstützen und zu helfen, wo es notwendig ist.

Höchstes Ziel ist hierbei die Fähigkeit, alle Dinge und Vorgänge wahrnehmen und mit Achtung und Respekt verstehen zu können. Dies ist ein langer Weg, aber wir denken, dass es einer der Gründe ist, warum wir existieren - um zu lernen und uns zu verbessern.

Die Dynamiken

Vor Scientology gab es verschiedene Sichtweisen, was den Menschen motiviert:

Jede dieser oben genannten Motive oder Triebe (etwas, was einen antreibt) wurden schon von Philosophen zum alleinigen "Trieb des Menschen" hochstilisiert.

Diese Triebe können stark oder schwach ausgeprägt sein. Ein Beispiel für eine starke Dynamik zeige ich hier, sie kann uns allen ein Vorbild sein.

L. Ron Hubbard unterteilte erstmalig "den Trieb des Menschen" in seine acht Bestandteile, die je nach Individuum unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Diese acht Triebesteile nannte er die Acht Dynamiken.

Jeder von uns möchte sich in diesen Lebensbereichen der Dynamiken gerne verwirklichen, wobei es natürlich Prioritäten oder Vorlieben gibt, wie auch Fixierungen, Hemmungen oder Abneigungen bezüglich gewisser Bereiche, die vom reaktiven Verstand gesteuert sein können.

Die Dynamiken bauen aufeinander auf, man kann sie sich als konzentrische Kreise vorstellen, die immer weiter nach außen reichen. Die erste Dynamik wäre in diesem Bild der Mittelpunkt, um den sich die zweite, dritte usw. ziehen. Die achte ist die unendliche Fläche, die sich um die sechs Kreise herum befindet.

Die 1. Dynamik ist der Drang zum Überleben der Person für sich selbst. Hierzu gehört eigentlich alles, was die Person unmittelbar für ihr eigenes Überleben braucht, also ihr persönliches Umfeld, ihr Besitz, aber auch das, was man unter "Selbstverwirklichung" fassen kann.

Die 2. Dynamik nimmt einen Partner (Scientologyslang für Partner: 2D) mit ins Spiel, es ist die Dynamik von Sex, Familie, der Antrieb, sich in und durch einen Partner, Kinder und Familie weiterzuentwickeln und gegebenenfalls fortzupflanzen.

Die 3. Dynamik ist der Antrieb, als eine Gruppe zu überleben. Zu diesem Bereich gehören Freunde, wie auch die Arbeitskollegen, alles, was man als Team erleben und tun kann. Jede mögliche Gruppe: Betrieb, Verein, wir Rheinländer, wir Düsseldorfer, wir Deutschen, wir Europäer...

Die 4. Dynamik ist unser Bedürfnis, dass die Menschheit als Gesamtheit überleben kann. Dies sind Bereiche, in denen sich jeder als Teil dieses Planeten und der Menschheit angesprochen fühlt, die 4. Dynamik motiviert z.B. die Friedensbewegung. Oder die großartige 4. Dynamik-Rede des Amerikanischen Präsidenten im Kinofilm "Independance Day"!

Die 5. Dynamik befasst sich mit dem Überleben alles Lebendigen, also von Tieren und Pflanzen. Die Beschäftigung mit Haustieren oder einem Garten sind Teil der 5. Dynamik, aber auch ein Engagement im Naturschutz würde dazu zählen.

Die 6. Dynamik ist unser Drang, das Spielfeld Erde und Universum zu verstehen und für unser Leben zu erhalten. Dies umfasst die Gesetzmäßigkeiten, die wir als MEST bezeichnen (ein Kunstwort, gebildet aus den Anfangsbuchstaben von Matter, Energy, Space and Time, also Materie, Energie, Raum und Zeit). Dies sind die Faktoren, aus denen das physikalische Universum besteht und deren naturwissenschaftlich beschreibbare Gesetze. Die Person bewegt sich in diesem Rahmen und kann durch mehr Verstehen mehr Kontrolle darüber erlangen. Beispiel: Umweltschutz.

Die 7. Dynamik beinhaltet die Bestrebung, als geistiges Wesen fortzubestehen, und ebenfalls der Wunsch, dass andere als geistiges Wesen fortbestehen und sich geistig höher entwickeln. Alles Geistige - also auch Forschung und Philosophie - gehört auf diese Dynamik.

Die 8. Dynamik ist unser Drang zu Gott und/oder der Unendlichkeit. Von L. Ron Hubbard wird diese Dynamik nicht weiter definiert, da dies eine sehr persönliche Sache ist und zu sehr in den privaten Bereich einer jeden Person mit ihren Vorstellungen darüber eingreifen würde. Denn Scientology ist eine Wissenschaft, die in keine Glaubensvorstellungen eingreift und daher Menschen aller Glaubensrichtungen offen steht.

Auditing zielt darauf ab, die Person all ihre Potentiale auf den verschiedenen Dynamiken erschließen zu lassen, um ihr die größtmögliche Freiheit der Wahl darüber geben zu können, wie und was sie spielen möchte.

Ladung aus dem reaktiven Verstand macht sich oft so bemerkbar, dass die Person auf bestimmten Dynamiken zwanghaft spielen muss oder zu anderen überhaupt keinen Zugang bekommt. Oft kompensieren Leute auch ihre Unfähigkeit auf einer bestimmten Dynamik damit, dass sie auf einer anderen zwanghaft spielen. Dafür gibt es viele Beispiele, die man im Leben beobachten kann: so machen etwa die starke Fixierung auf Sex in unserer Gesellschaft oder die starke Betonung auf ideale Körper für viele das Spielen auf der 2. Dynamik fast unmöglich.

Probleme mit einer Dynamik können jedoch auch Auswirkungen auf andere Dynamiken haben. Eine Person, die sich nicht über sich selbst klar ist, wird auch Schwierigkeiten haben, eine ehrliche und offene Beziehung zu führen oder Kinder aufzuziehen, ohne diesen ihre eigenen Probleme zu übertragen. Auch in einem Arbeitsteam hat eine Person, die mit ihrer 1. Dynamik nicht zurechtkommt, einen schlechten Stand. Sie wird unsicher sein und kann ihre Fähigkeiten nicht richtig einbringen.

Durch Entladung der problematischen Bereiche im Auditing können diese Hindernisse überwunden werden, so dass Ihnen Ihr volles Potential zur Verfügung steht.

Auditing

HINWEIS: Um diesen Artikel gut verstehen zu können, sollten Sie vorher die bisherigen Artikel gelesen haben, wo Sie einige Aussagen über den Menschlichen Verstand finden, auf denen hier aufgebaut wird.


Was ist Auditing?

Auditing ist eine Aktivität, die zwischen einem Auditor (einer Person, die in den Techniken der Scientology und Dianetik ausgebildet wurde) und einer Person, die sich verbessern möchte - nennen wir sie Klient - in einer Auditingsitzung durchgeführt wird, das heißt, einem bestimmten Zeitraum, den die beiden an einem ruhigen, ungestörten Ort verbringen, um Auditing durchzuführen.

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Der Zweck von Auditing

In der Anwendung von Scientology gehen wir von folgenden Prinzipien aus, die von Hubbard bewiesen wurden:

Auditing zielt nun darauf ab,

Kurz gesagt, Auditing soll einer Person helfen, das Leben besser zu verstehen und erfolgreicher zu meistern. Auditing soll die Selbstbestimmung des Klienten erhöhen.

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Das Grundprinzip von Auditing

Der reaktive Verstand kann eine Person beeinflussen, weil er unbewusste Dinge enthält. Die Person merkt zum Beispiel, dass sie in bestimmten Situationen die Beherrschung verliert, aber weiß überhaupt nicht, warum. Auditing basiert auf dem Prinzip, dass das, was man sich genau anschaut, seine Macht über einen verliert.

Der Auditor richtet daher durch geeignete Fragen oder Anweisungen die Aufmerksamkeit des Klienten auf bestimmte Bereiche oder Themen. Der Klient schaut sich an, was er dazu für Gedanken, Gefühle, Bilder und Erlebnisse in seinem Verstand hat. Er erzählt dem Auditor, was er findet, und der Auditor macht nichts weiter, als dem Klienten verstehen zu geben, dass er ihn verstanden hat. Dies nennen wir den Auditing-Kommunikationszyklus. Es kann sein, dass der Auditor viele Male hintereinander die Aufmerksamkeit des Klienten auf dieselbe Sache lenkt, um ihm zu ermöglichen, nach und nach alles darüber herauszufinden. Wichtig sind dabei zwei Dinge:

  1. Der Auditor nimmt keine Bewertung dessen vor, was der Klient findet. Er gibt keine Interpretationen. Er hilft einfach der Person, sich ein eigenes Bild dazu zu machen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen, indem er Fragen stellt und die Antworten einfach entgegennimmt.
  2. Man bleibt bei einem Thema, bis die Person in Bezug darauf einen Gewinn erfährt. Sie findet etwas Neues über sich oder das Leben heraus. Ein Stück des Reaktiven Verstandes verschwindet endgültig oder hört zumindest auf, auf die Person einzuwirken. Was man nicht macht, ist von einem Thema zum anderen zu springen, ziellos herumzuschweifen und Dutzende von Sachen anzureißen, die hinterher alle auf einmal auf die Person einwirken, so dass sie in einem schlechteren Zustand wäre als vorher.

Der Auditor ist außerdem an einen Auditorenkodex gebunden, eine Sammlung von ein paar Dutzend Regeln, die sein Verhalten dem Klienten gegenüber bestimmen sollen und für bestmögliche Gewinne sorgen. Diese Regeln beinhalten etwa, dass der Auditor den Klienten niemals für etwas, was er sagt, abwerten darf; oder dass der Auditor Geheimnisse des Klienten, die er in Sitzung erfährt, niemals für Bestrafung oder Erpressung verwenden darf.

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Die Vorgehensweise im Auditing

Normalerweise basiert das Auditing einer Person auf einem Programm, das für sie erstellt wird. Zu Beginn macht der Auditor ein Interview mit dem Klienten, in dem ermittelt wird, wie sein geistiger und körperlicher Zustand ist, was ihm Schwierigkeiten bereitet, welche Dinge er gerne verbessern möchte usw.

Eine dafür ausgebildete Person, ein sogenannter Fallüberwacher, stellt dann eine Abfolge von Schritten und Auditingaktionen zusammen, die die individuelle Situation des Klienten berücksichtigt. Der Fallüberwacher wird auch späterhin dem Auditor zur Seite stehen, seine Sitzungsberichte lesen, eventuelle Fehler korrigieren und das Programm wenn nötig aktualisieren. Durch diese außenstehende Instanz soll gewährleistet werden, dass der Auditor nicht blind gegenüber eigenen Fehlern oder "fixen Ideen" wird.

Ein Auditingprogramm berücksichtigt zum einen gewisse Themenbereiche, die ganz allgemein bei jedem im Auditing angesprochen und verbessert werden sollen (s. der Artikel "Die Brücke"). Zum anderen werden Bereiche aufgegriffen, die sich als geladen herausgestellt haben. Ladung ist die schädliche Energie, die im Reaktiven Verstand mit Themen und Geschehnissen verbunden ist.

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Das E-Meter

Um geladene Bereiche aufzuspüren, benutzen wir im Auditing das E-Meter als Hilfsmittel. Ein E-Meter (Kurzwort für Elektro-Psychometer) ist im Grunde ein sehr feines Messinstrument, dass die Veränderung von elektromagnetischen Feldern messen kann, die sich in und um eine Person befinden. Diese werden von den Gedanken und Bildern, die sich im Verstand befinden, beeinflusst, insbesondere, wenn diese "Ladung" aufweisen. Das E-Meter zeigt eine Reaktion, wenn der Auditor einen geladenen Bereich aufruft. Der Auditor weiß dann, dass dieses Thema wirklich geladen ist, und dass es im Auditing aufgegriffen werden sollte.

Das E-Meter ist deswegen ein unersetzliches Werkzeug, weil der Klient zwar eine Ahnung hat, in welchem Bereich er Schwierigkeiten hat. Aber wo genau sitzt die Ladung? Wüsste er das sicher, könnte er es wahrscheinlich im Nu selber auflösen. Aber es ist ja gerade das Unbekannte, das Verborgene an diesen Dingen, die einem das Leben schwer machen. Das E-Meter hilft dem Auditor also, die richtige Frage zu stellen und den richtigen Ansatzpunkt zu finden, um den Reaktiven Verstand des Klienten in Angriff zu nehmen, so dass dieser sich schließlich von dem lösen kann, was ihm das Leben schwer gemacht hat.

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Wer kann auditieren?

Es gibt einfache Prozesse, die man schon durch die sorgfältige Lektüre eines Buches erlernen und z.B. mit einer anderen Person gegenseitig aneinander auditieren kann. Dies kann einigen Gewinn bringen. Empfehlenswert sind dafür z.B. die Bücher "Selbstanalyse" oder "Handbuch für Preclears" von L.Ron Hubbard.

Wenn man Auditing wirklich als Weg beschreiten will, sollte man sich aber an einen professionellen Auditor wenden, der eine kompetente Ausbildung genossen hat. Wir empfehlen, einen Kontakt zu einem Auditor bei uns zu suchen. Wir liefern Interessierten Auditing und Ausbildung und halten uns dabei strikt an die Techniken von L.Ron Hubbard. Wir empfehlen Ihnen dagegen nicht, Auditing in einer Scientology-Kirche oder einem Dianetik-Zentrum der Scientology-Kirche zu nehmen. Sie können dort zwar durchaus noch gute Auditoren finden, aber zum einen werden nach unserem Verständnis teilweise unerhört hohe Preise verlangt, und zum anderen wird die Auditing-Technologie dort nach unserer Auffassung gegen die Menschen verwendet, um Macht über sie zu erlangen und damit negative Erfahrungen mit Scientology zu vermitteln. Das eigentliche Ziel wurde aus den Augen verloren.

Wenn Sie einen Auditoren ausserhalb der Kirche in Anspruch nehmen wollen, klopfen Sie ihn darauf hin ab, ob er sich wirklich ausschließlich an die Schriften von L. Ron Hubbard halten will oder meint, diese durch seine Besserwisserei zu verschlimmbessern. Die Erfahrungen zeigten, dass solche Besserwisser ausnahmslos gescheitert sind und auch selbst in einem erbärmlichen Zustand sich befinden, an denen man sie erkennen kann. Ein Auditor sollte besser drauf sein als der PC und z.B. solch elementare Dinge wie Süchte (egal ob nach illegalen Drogen oder nach Alkohol oder Zigaretten) überwunden haben, bevor er anderen wirksam helfen kann. Fragen Sie einfach Ihren geplanten Auditor, ob er noch trinkt oder raucht und entscheiden Sie nach ihrer Beobachtung seines Zustandes.

Wenn Sie einen persönlichen Kontakt wünschen, schicken Sie uns gerne eine E-Mail.

Einen weiterführenden Artikel über die Schritte, die im Auditing durchlaufen werden, finden Sie im folgenden Aufsatz:

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Die Brücke

HINWEIS: Um diesen Artikel gut verstehen zu können, sollten Sie vorher den Artikel Auditing gelesen haben, wo die Funktionsweise von Auditing beschrieben wird.

Die Brücke ist der Ausdruck für den Entwicklungsweg, den eine Person in Scientology zurücklegt, um zu ihren Wurzeln und ihren ureigensten Fähigkeiten zurück zu gelangen. Sie ist das Ergebnis umfangreicher Forschung, in der von L. Ron Hubbard unzählige Auditingsitzungen dahingehend ausgewertet wurden, was für eine Mehrzahl von Personen der effektivste Weg ist, einen besseren Zustand zu erreichen.

Dies ist einerseits ein sehr individueller, andererseits aber auch ein in bestimmten Punkten festgelegter Weg, da es bestimmte Vorgehensweisen und Prioritäten gibt, wie dieser Weg erfolgreich beschritten werden kann.

In Scientology gehen wir davon aus, dass Sie selbst ein unsterbliches Wesen sind, das seine ganz eigene Individualität durch verschiedene Faktoren wie z.B. traumatische Erlebnisse verloren hat und diese sich wieder erarbeiten möchte. Die Brücke ist ein Weg zurück zu sich selbst.

Der erste Schritt: Die "Lebens-Reparatur"

Eine Person, die sich durch Auditing verbessern möchte, bekommt anfangs ein Interview, d.h. ein ausgebildeter Auditor stellt ihr Fragen, die ihr momentanes wie auch ihr vergangenes Leben betreffen. Wichtig sind hierbei Geschehnisse, die sich auf das Verhalten der Person negativ oder zwanghaft auswirken, ebenso wie die Beschreibung ihrer gegenwärtigen Beziehungen zu anderen Menschen, die Familiengeschichte, Krankheiten u.ä.

Mit Hilfe des E-Meters wird ermittelt, ob die verschiedenen Lebensgebiete geladen sind, wie stark die Ladung ist und wie diese Ladungsbereiche miteinander verknüpft sind. Aus diesen Daten erstellt ein Fallüberwacher (Abkürzung C/S für case supervisor, siehe Glossar) ein erstes Programm, in dem sich die Person mit ihrem Auditor die momentane Lebenssituation ansieht und erste Entladung stattfindet. Um ihr früheres Leben zu erforschen, ist es sehr wichtig, dass die Person sich in ihrer momentanen Lebenssituation gut zurechtfindet und ihr Leben meistern kann. Ist dies nicht der Fall, so können mehrere unterstützende Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. die Verbesserung der Kommunikation der Person oder auch ein Programm, um schwelende Konflikte in engen Beziehungen zu lösen.

Nun ist die Person bereit, die weiteren Schritte der Brücke zu gehen. Vorangiges Ziel ist hierbei der Zustand Clear, in dem die Person sich ihrer selbst gewahr wird und Gewissheit über sich selbst erhält. Der Zustand Clear (Def Clear) wird erreicht, indem die Person die sogenannten Grade bis zur Stufe Clear durchläuft, d.h. bestimmte Fähigkeiten von Ladung befreit und dadurch zurückerhält.

Hierbei ist vielleicht wichtig zu erwähnen, dass in Scientology kein "Übermensch" mit gewissen Fähigkeiten angestrebt wird, sondern die Brücke Techniken enthält, um aus der Person, die sie durchläuft, wieder das Wesen zu machen, das es ursprünglich war. Sie entwickelt ihre Fähigkeiten als sie selbst. Das Ergebnis, dass die Person erreicht, ist sehr individuell es ist ein Wesen, das sich selbst wieder gefunden hat und in Harmonie mit sich und seiner Umgebung existieren kann.

Dianetik

Mit dem als Dianetik benannten Verfahren werden die unbewussten Ursachen für psychosomatische Krankheiten wie auch für Zwänge und Ängste beseitigt, und am Ende dieses Grades sollte eine gesunde und glückliche Person stehen.

Als erstes werden dabei Drogen und Alkoholgenuß untersucht und die Person von der Notwendigkeit befreit, sie zu nehmen um sich besser zu fühlen oder irgendwelche Probleme damit zu lösen. Schon bei diesem Schritt pfuschen viele Möchte-Gern-Scientologen, dabei ist dieser Schritt so grundlegend: Denn eine Person, die immer noch Alkohol (oder andere Drogen) nimmt, um sich besser zu fühlen (oder wie sie es sonst rechtfertigen möchte), ist eben noch nicht bereit, die weiteren Schritte zu gehen und daraus Nutzen zu ziehen. Denn jeder dieser Brücken-Schritte setzt gemäß den Forschungen von L. Ron Hubbard voraus, dass der vorige Schritt zum vollständigen Ergebnis auditiert wurde.

Falls also hier die Befreiung von den Drogen nicht erreicht wurde, oder der Klient nicht vollständig gesund oder glücklich ist, ist es vergeudete Liebesmühe weiter zu gehen und die nächsten Brückenschritte gehen zu wollen. Man wird damit nicht das gewünschte Ziel erreichen können. Es ist so radikal wie bei einem Hausbau: Man kann nicht weitere Stockwerke mauern, solange das Fundament und der Keller nicht stabil bebaut wurden.

Tatsächlich zeigt sich schon an diesem Schritt die Bösartigkeit der in der Scientology Kirche gelieferten Brücke: Die Dianetische Drogenhandhabung wird in nahezu allen Fällen nicht mehr angewandt (also trinken die Leute auch weiterhin, natürlich nur "weil es so gut schmeckt"), und das übrige Dianetik wurde hinter die Grade verbannt, was L. Ron Hubbard dutzendfach als schweren Fehler beschrieben hatte.

Danach kommen die weiteren Brückenschritte, die sogenannten Grade:

Die Grade legen Fähigkeiten frei, die in der Vergangenheit durch Geschehnisse, Verdrängungen und Ladung verschüttet wurden. Sie erlauben es einer Person, sich und ihr Verhältnis zu Mitmenschen und Umwelt zu analysieren und sich aus Unfähigkeiten zu befreien.

Grad 0

befasst sich mit der Fähigkeit, zu kommunizieren. Hier wird die Person von Ladung befreit, die sie veranlasst, sich mit Kommunikation zurückzuhalten oder auch zwanghaft zu kommunizieren. Vielleicht gibt es auch bestimmte Anlässe oder Situationen, die die Person scheut, oder bestimmte Leute oder Themen, über die zu sprechen schwierig ist. All dies wird individuell aufgegriffen und behandelt, bis die Person das Gefühl und die Sicherheit hat, mit jedem über jedes Thema kommunizieren zu können, wenn es das wünscht. Auch kann er jetzt zulassen, dass andere miteinander kommunizieren und muß das nicht mehr unter Kontrolle bekommen. Das ist übrigends eine Unfähigkeit, die in der Scientology Kirche extrem dramatisiert wird: Sie versuchen, die Kommunikation ihrer Mitglieder unter Kontrolle zu bekommen, ganz im Gegensatz zu den Zielen von Grad 0.

Grad I

befasst sich mit Problemen und der Fähigkeit, sie zu lösen. Probleme entstehen dort, wo es einer Person nicht möglich ist, sich alle Aspekte einer Situation ansehen zu können, um erkennen zu können, was eigentlich geschieht. Um diese Fähigkeit wieder zu erlangen, durchläuft die Person als erstes Auditingprozesse, die sie sehr stark in der Gegenwart orientieren und stabilisieren. Danach wird gezielt das Thema Probleme aufgegriffen, um die Fähigkeit, mit Problemen umzugehen, wiederherzustellen.

Grad II

befasst sich mit Handlungen, die eigentlich dem Überlebensprinzip zuwiderlaufen, d.h. Handlungen, die entweder die Person selber unternommen hat, oder solche, die ihr angetan wurden, in denen sie anderen geschadet hat bzw. ihr selbst geschadet wurde. Es geht um Dinge, die "man nicht tun sollte" ebenso wie Aktionen und Themen, die man vor sich selbst oder der Gesellschaft zurückhalten muss, um nicht Ansehen, Liebe, Status u.ä. zu verlieren. Diese Stufe ist sehr wichtig, da sie der Person Integrität zurückgibt und auch die Fähigkeit, sich selbst Dinge einzugestehen und dafür Verantwortung zu übernehmen.

Grad III

befasst sich mit heftigen Verstimmungen in der Vergangenheit der Person, die sie veranlasst haben, ganze Lebenswege zu verlassen, um dieser Ladung nicht mehr begegnen zu müssen. Alte Entscheidungen und Lebenskonzepte, die zurückgelassen wurden, werden bearbeitet und die Person erlangt die Fähigkeit wieder, neue Dinge zu tun und keine Angst mehr davor zu haben, aktiv zu werden und ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Grad IV

befasst sich mit fixen Ideen, die die Person ins Recht und ihre Umgebung ins Unrecht setzen. Dies sind Berechnungen, die die Person als Lösung für eine Situation angestellt hatte und sie weiterhin benützt, um "im Recht" zu sein. Diese fixierten Ideen beeinträchtigen enorm das Zusammenleben mit anderen Menschen und können Beziehungen zunichte machen. Toleranz und die Fähigkeit, andere Menschen sein lassen zu können wie sie sind, werden hier zutage gefördert.

Grad V

Hier gewinnt die Person Power.

Grad VI

Dafür lernt die Person sich selbst zu auditieren und gewinnt einen Einblick in ihre gesamte Vergangenheit.

Grad VII

Dies ist der Clearing Kurs. Hier bekommt die Person die Materialien, um sich selbst bis vollständigem Clear zu auditieren. Dieser Schritt setzt voraus, dass alle früheren Schritte gemacht wurden.
Der oben beschriebenen Zustand Clear bedeutet für sie ganz einfach einen Meilenstein auf ihrem Weg zu sich selbst.

Nun ist die Person bereit für die sogenannten OT-Stufen, d.h. die Stufen, die ihre Fähigkeiten, als freies Wesen in diesem Universum operieren zu können, freilegen. Die Person kann auch dies nur als Solo-Auditor tun, d.h. die Person benötigt keinen Auditor mehr, sondern arbeitet alleine weiter an ihrem Weg. Natürlich steht ihr weiterhin der Fallüberwacher zu Seite, der ihr die nötigen Schritte zur richtigen Zeit weitergibt oder sie korrigiert, wenn es ein Problem gibt.

Die weiteren Brückenschritte bringen die Person dazu, immer mehr Verantwortung für ihre Spiele (Fn. 2) auf allen weiteren Dynamiken zu übernehmen und zwar für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und darin fähiger zu werden.

Hierzu ist es nötig, dass die Person auf den verschiedenen Stufen alle Ladung klärt, die von fremden Einflüssen herrührt, wie auch ihre eigenen unabgeschlossenen Spiele mit allen daraus resultierenden Konsequenzen auf sich und andere aufräumt. Sie kann jetzt voll und ganz in der Gegenwart existieren, selbstbestimmt und mit einem hohen Maß an Verantwortung sich selbst und ihrer Umgebung gegenüber.

Die Inhalte der OT-Stufen sind vertraulich, d.h. sie werden der Person zu jenem Zeitpunkt gegeben, an dem sie dafür bereit ist. Der Grund hierfür ist einfach der, dass die Person nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip die Daten nicht richtig verwenden können wird, wenn sie in ihrer Entwicklung noch nicht dafür zugänglich ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es wichtig ist, eine gewisse Reihenfolge der Aufarbeitung der Ladung einzuhalten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Die bisher beschriebene Brücke stellt eigentlich nur einen Teil des Weges dar, nämlich den Teil, auf dem die Person die Einflüsse des Reaktiven Verstandes durch Auditing loswird. Daneben gibt es noch die Ausbildung, die ihr verhelfen soll, ihre gewonnenen Fähigkeiten optimal einzusetzen. Darüber erfahren Sie mehr in dem folgenden Artikel "Ausbildung in der Scientology".

Fußnote 1 - Prozesse: Im Auditing versteht man unter einem "Prozess" eine festgelegte Reihe von Fragen oder Anweisungen, die der Auditor der Person, die Auditing erhält, gibt. Diese beschäftigt sich so lange mit dem Thema des Prozesses, bis sie eine Erkenntnis oder eine Erleichterung von Ladung erreicht.

Fußnote 2 - Spiel: Mit "Spiel" meinen wir nicht etwas, was nicht ernst betrieben wird. Ein Spiel ist vielmehr ein Bereich der Aktivität einer Person, wo sie Ziele verfolgt und dabei bestimmten Regeln, Freiheiten und Barrieren unterworfen ist. Ein Spiel kann daher etwas Kleines, Abgeschlossenes sein, wie eine Partie Schach gegen eine andere Person. Aber auch etwas Umfangreicheres wie der eigene Job oder die eigene Ausbildung ist in diesem Sinne ein Spiel, oder ?Kinder aufziehen? oder ?einen Mann finden?.

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Ausbildung in der Scientology

Ausbildung hat in der Scientology einen sehr hohen Stellenwert. Es ist ja das erklärte Ziel, eine Person, die an sich arbeitet, in einen sehr autarken, selbstbestimmten Zustand zu bringen, in dem sie am Leben mit all seinen Facetten teilnehmen und es genießen kann.

Dies kann natürlich nur geschehen, wenn sie von Hemmungen und Zwängen befreit wird dies soll durch das Auditing bewirkt werden. Gleichzeitig sollte sie aber auch Wissen bekommen, mit dessen Hilfe sie zukünftige Situationen besser einschätzen und beurteilen kann. Und hierzu ist Ausbildung notwendig.

In Scientology gibt es keine Ausbildung zum Selbstzweck. Jegliches Aufnehmen von Daten, jegliches Studium hat nur den Sinn, im Leben verwendet zu werden, um einen Zustand verbessern zu können. Die Absicht des Studierenden sollte also unbedingt sein, sein Wissen im Leben umzusetzen, um Verbesserung für sich und seine Umgebung zu erzielen.

Es gilt daher herauszufinden, womit die Person im Leben Schwierigkeiten hat und an welchem Bereich sie wirklich interessiert ist und mehr darüber wissen möchte. Das können Dinge sein wie Eheprobleme oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, Probleme mit Zeitmanagement oder der Umgang mit Kindern. Stellt man zum Beispiel fest, dass jemand Kommunikationsschwierigkeiten hat, unterweist man ihn bzw. sie zunächst in einigen Grundlagen der Kommunikation. Statt nur theoretische Ratschläge zu geben, wird mit der Person zusammen erarbeitet, wie das Gelernte für sie anzuwenden sein könnte. Der Student erhält also zu dem Bereich, um den es geht, Daten, die angereichert sind mit vielen praktischen Übungen, in denen er die aufgenommenen Dinge umsetzen kann, bevor er sie ins Leben bringt.

Ein Kursleiter hilft dem Studenten dabei, das Material zu verstehen, wobei es hierbei einen sehr wichtigen Aspekt gibt: In der Scientology wird jeder Student dazu aufgefordert, die Daten für sich selbst zu überprüfen, um festzustellen, ob sie für ihn wahr, ob sie wirklich beobachtbar und dann letzten Endes umsetzbar sind. Ist dies für den Studenten nicht der Fall, werden sie für ihn unbrauchbar sein und das Studium ist wertlos. Dies ist ein sehr grundlegender Punkt, denn auch beim Studium ist es in Scientology wichtig, die Urteilsfähigkeit jedes einzelnen zu respektieren und zu fördern - wir verwenden Daten nicht dogmatisch, da das dem Ziel des ganzen zuwider laufen würde.

Ein weiterer Bereich der Ausbildung ist das Erlernen des Auditierens oder des Kursleitens, d.h. der weiteren Ausbildung anderer. Auditing ist für jeden erlernbar, der helfen möchte. Genau so, wie die verschiedenen Schritte für einen Klienten aufgebaut sind, (siehe "Die Brücke"), ist auch das Studium dieser Methode stufenweise aufgebaut. So ist es für jeden leicht und nachvollziehbar, alle Schritte zu lernen, um jemand anderem durch die Anwendung der Techniken von Scientology zu helfen. Auch hier gibt es Theorie, aber vor allem sehr viele Übungen bis hin zu den abschließenden Praktikumsschritten, in denen der Auszubildende unter intensiver Betreuung eines Supervisors zum ersten Mal eine andere Person in einer Sitzung auditiert. Das Praktikum ist dann abgeschlossen, wenn der Auszubildende Gewissheit darüber hat, die Technik dieses bestimmten Brückenschrittes an jemand anderem zu dessen Zufriedenheit anwenden zu können. Es werden in diesem Prozess laufend Korrekturen vorgenommen, um ein gutes Ergebnis zu gewährleisten. Unterlaufen dem Auditor Fehler was bei einem Neuling nicht ungewöhnlich ist wird er vom Supervisor korrigiert, so daß seine Fertigkeiten verbessert und ergänzt werden.

Eine sehr empfehlenswerte Form der Ausbildung ist das Ko-Auditing. Bei dieser Art kommen zwei Studenten zusammen, die gemeinsam lernen, die Prozesse eines Brückenschrittes zu auditieren. Im praktischen Teil auditieren sie sich dann gegenseitig auf diesen Prozessen - somit haben sie nicht nur das Wissen über die zugehörigen Auditingtechniken, sondern haben sich auch auf der Brücke einen Schritt weitergebracht und gleichzeitig einem anderen auf diesem Brückenschritt weitergeholfen und Verantwortung für ihn übernommen. Und natürlich macht es viel mehr Spaß, gemeinsam an der Erreichung seiner Ziele zu arbeiten.

Wenn wir in Scientology etwas studieren, wollen wir immer ein Verstehen erreichen, ähnlich wie im Auditing. Verstehen löst Verwirrung auf und falsche Daten können wegbrechen. Man kann daher durch Studieren Gewinne wie im Auditing haben, denn es erhöht das Verstehen der Vorgänge des Lebens. Man lernt, genauer hinzusehen, Abläufe zu beobachten, zu vergleichen, Menschen und ihr Verhalten besser verstehen zu können, da wir die Mechanismen kennen, die hinter diesen Dingen stehen. Und somit ist der Student in der Lage, mehr Harmonie in sein Leben zu bringen und anderen zu helfen. Für viele steht diese Sicht des Themas "Lernen" im Gegensatz zu ihren schlechten Erfahrungen, die sie vielleicht in der Schule oder in ihrer Ausbildung gemacht haben. Deswegen hat L. Ron Hubbard eine Studiertechnologie entwickelt, die jeder Student rasch erlernen kann und die ihn befähigt, Daten schneller aufzunehmen und Abläufe wirklich verstehen zu können. Zudem kann man diese Werkzeuge dafür verwenden, herauszufinden, wo die Schwierigkeiten liegen, wenn man sich festgefahren hat - und sie sind universell auf jedes Wissensgebiet anwendbar.

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Religion

Scientology wird oft als religiöse Philosophie beschrieben, weil sie sich mit dem menschlichen Geist und der Rehabilitation seiner Fähigkeiten beschäftigt. Andere betrachten sie lieber als eine Selbstverbesserungspraxis oder Therapie. Wir wollen den religiösen Charakter der Scientology aber nicht leugnen, weswegen wir im Folgenden darlegen wollen, was sie unserer Meinung nach mit Religion zu tun hat.

Um sich mit dem Thema Religion zu beschäftigen, ist es nötig, sich die Definition dieses Wortes einmal genau anzuschauen. Das deutsche Wörterbuch Wahrig schreibt hierzu:

Glaube an und Auseinandersetzung mit einer überirdischen Macht sowie deren kultischen Verehrung; Gottesglaube, Gottesverehrung; Glaube; Glaubensbekenntnis.?

Bei näherer Untersuchung wird man jedoch feststellen, dass dieser Begriff weit mehr umfasst. Laut dem englischsprachigen Wörterbuch von Webster stammt das Wort Religion aus dem Lateinischen (religare) und wird gebildet aus der Silbe re (wieder oder erneut) und ligare (verbinden, vereinen). In diesem Sinne wäre Religion ein Streben nach einer Verbindung mit etwas, das Vervollkommnung des eigenen Seins sein könnte. Jeder Mensch spürt diesen Drang in sich, mal stärker, mal schwächer.

Viele Glaubensrichtungen gehen von einem einzigen Schöpfer aller Dinge aus, der damit zum Zentrum allen Bewusstseins und allen Lebens wird. Aus der Unvollkommenheit einerseits und dem Glauben an etwas Vollkommenes andererseits entsteht der Wunsch, diesem vollkommenen Ideal näher zu sein. Letztlich und im Grunde ist es aber das Individuum selbst, das in sich die Möglichkeit verspürt, der Vollkommenheit ein Stück näher zu kommen.

In einigen Religionen gilt Gott als der einzige Erlöser von allem Leid. Der Buddhismus jedoch sagt, dass man sich selbst bemühen muss, zu einer Vervollkommnung zu gelangen; der Mensch ist ein geistiges Wesen, der das Schlechte zu überwinden vermag.

Während wir in Scientology die Frage nach Gott für jeden offen lassen, bekennen wir uns doch zu der Vorstellung, daß sich der Mensch selbst engagieren sollte und daß es ihm möglich ist, seine Barrieren und Zwänge zu überwinden und so zu größerer Zufriedenheit zu gelangen. In dieser Weise wird Scientology dem inneren Drang des Menschen, zu sich selbst zu finden, gerecht.

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Änderungsstand: 12. Mai 2003 - Copyright © 2001 by Andreas Groß, Schweiz
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